In deinen grünen Augen
Solange ein Streichholz brennt ein Roman von Christian Huber (dtv)
Bohm hatte die Hand auf der Klinke, da sagte die Sozialarbeiterin: „Hast du den Brief aufgemacht, Bohm?“
„Nein“, sagte er. ohne den Kopf zu drehen.
„Mach ihn auf!“, hörte er in seinem Rücken. „Egal, was es ist, Probleme verschwinden nicht von allein.“
Kommt darauf an, wie weit man läuft, dachte Bohm und ging. (S. 22)
Während ich diesen Text verfasse, höre ich, rückblickend zu der Lektüre von Christian Huber, die Tracklist, die Musik zum Buch. Ganz einfach über den QR-Code am Ende des Buches abrufbar, wunderbar passend und inspirierend! Ja, auch ich finde Portishead unheimlich cool!
Alina und Bohm, vermutlich sind sie gar nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick erscheint. Alina eine junge Fernsehjournalistin, die sich im Kreis dreht und das nicht so richtig wahrhaben will, trifft auf Bohm, einen Obdachlosen, der scheinbar etwas zu verbergen hat. Beide Protagonisten sind sympatisch, witzig und passen wie die Faust aufs Auge. Doch kann das sein? Darf das sein? Jeder hat Erwartungen zu erfüllen. Ist es möglich den zugewiesenen Rollen zu entfliehen, etwas zu vermischen, was nicht sein darf? Vielleicht, denn dieser Roman ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte in Köln. Wir lesen einen Abriss einer Branche, die neben den Informationen auch die Sensationssucht der breiten Masse bedient. Paralell dazu sehen wir ein Leben am Rande der Gesellschaft. „Solange ein Streichholz brennt“ ist ein Streifzug durch unsere Gesellschaft, unsere Sichtweisen und wie sich alles ganz einfach beeinflussen lässt. Ein Hoffnungsschimmer sind die Menschen, die sich engagieren und Mitgefühl zeigen.
Neben den tollen Figuren und dem pulsierenden Setting ist der Text des Autors wunderbar einfach zu lesen und beinhaltet viele Zwischentöne, die eine Gänsehaut erzeugen. So entwickelt die detailreiche Geschichte eine Eigendynamik und ist eine wunderbare Lektüre, der man sich nicht entziehen kann.
Fazit: Lasst uns einfach ein wenig menschlicher sein und mit offenen Augen durch diese Welt gehen. Jeder hat eine Geschichte und jeder verdient es respektvoll und ohne Vorurteile gesehen und behandelt zu werden. Manchmal weiß man nicht, wer da vor einem steht, doch es lohnt sich Fragen zu stellen und hinter die Fassade zu blicken. Vielleicht möchte dieser Jemand doch gesehen werden und verdient eine zweite Chance oder einen Neuanfang?! Auf alle Fälle muss man diese Buch lesen, es ist richtig gut!
Bohm hatte die Hand auf der Klinke, da sagte die Sozialarbeiterin: „Hast du den Brief aufgemacht, Bohm?“
„Nein“, sagte er. ohne den Kopf zu drehen.
„Mach ihn auf!“, hörte er in seinem Rücken. „Egal, was es ist, Probleme verschwinden nicht von allein.“
Kommt darauf an, wie weit man läuft, dachte Bohm und ging. (S. 22)
Während ich diesen Text verfasse, höre ich, rückblickend zu der Lektüre von Christian Huber, die Tracklist, die Musik zum Buch. Ganz einfach über den QR-Code am Ende des Buches abrufbar, wunderbar passend und inspirierend! Ja, auch ich finde Portishead unheimlich cool!
Alina und Bohm, vermutlich sind sie gar nicht so unterschiedlich, wie es auf den ersten Blick erscheint. Alina eine junge Fernsehjournalistin, die sich im Kreis dreht und das nicht so richtig wahrhaben will, trifft auf Bohm, einen Obdachlosen, der scheinbar etwas zu verbergen hat. Beide Protagonisten sind sympatisch, witzig und passen wie die Faust aufs Auge. Doch kann das sein? Darf das sein? Jeder hat Erwartungen zu erfüllen. Ist es möglich den zugewiesenen Rollen zu entfliehen, etwas zu vermischen, was nicht sein darf? Vielleicht, denn dieser Roman ist so viel mehr als eine Liebesgeschichte in Köln. Wir lesen einen Abriss einer Branche, die neben den Informationen auch die Sensationssucht der breiten Masse bedient. Paralell dazu sehen wir ein Leben am Rande der Gesellschaft. „Solange ein Streichholz brennt“ ist ein Streifzug durch unsere Gesellschaft, unsere Sichtweisen und wie sich alles ganz einfach beeinflussen lässt. Ein Hoffnungsschimmer sind die Menschen, die sich engagieren und Mitgefühl zeigen.
Neben den tollen Figuren und dem pulsierenden Setting ist der Text des Autors wunderbar einfach zu lesen und beinhaltet viele Zwischentöne, die eine Gänsehaut erzeugen. So entwickelt die detailreiche Geschichte eine Eigendynamik und ist eine wunderbare Lektüre, der man sich nicht entziehen kann.
Fazit: Lasst uns einfach ein wenig menschlicher sein und mit offenen Augen durch diese Welt gehen. Jeder hat eine Geschichte und jeder verdient es respektvoll und ohne Vorurteile gesehen und behandelt zu werden. Manchmal weiß man nicht, wer da vor einem steht, doch es lohnt sich Fragen zu stellen und hinter die Fassade zu blicken. Vielleicht möchte dieser Jemand doch gesehen werden und verdient eine zweite Chance oder einen Neuanfang?! Auf alle Fälle muss man diese Buch lesen, es ist richtig gut!