Packendes Thema
In Christian Hubers neuem Roman geht es um eine junge Reporterin auf der Suche nach einer Story und um einen Obdachlosen, der erahnen lässt, dass hinter seiner Fassade ein Geheimnis liegt, das er sorgfältig zu verbergen sucht. Diese beiden zunächst so gegensätzlichen Menschen nähern sich trotz aller Gegensätze allmählich an. Dieses Thema abseits vom Main-Stream hat mich sofort angesprochen und die Leseprobe hat mich begeistert. Die Handlung wurde dann auch solide und stimmig fortgeführt, die Figuren im Großen und Ganzen glaubwürdig gezeichnet. Die Ereignisse um Jakob und seine Charakterzeichnung waren für mich allerdings nicht recht überzeugend. Diese Figur wurde zu wenig facettenreich gestaltet, hier finden sich auch unglaubwürdige Momente, etwa wenn er die Verabredung mit Alina vergisst, diese dann zufällig seinen Ausraster gegenüber der Nachbarin mitbekommt, etc. Hier wird zu Lasten der Glaubwürdigkeit und der Vielfältigkeit der Figurengestaltung zu viel Sorge darauf verwendet, Jakob wirklich als Gegenspieler zu positionieren. Sprachlich ist der Roman ordentlich geschrieben, wenngleich er an manchen Stellen etwas ins Seichte abgleitet. Insgesamt ist dieses Buch aber durchaus lesenswert und auch der Augang nachvollziehbar und folgerichtig.
Titel und Cover haben mich überzeugt.
Titel und Cover haben mich überzeugt.