Sehr nachdenklicher Roman

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madiko Avatar

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Solange der Streichholz brennt, von Christian Huber ist ein berührender und emotioneller Roman. Die Hauptprotagonisten sind, Herr Bohm ein Obdachloser, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt und die Journalistin Alina, die keine große Zukunft mehr hat. Als letzter Versuch, ihre Karriere zu retten macht sie eine Dokumentation über die Obdachlosigkeit für eine neue Fernsehserie. Sie bekommt einen Tipp von der Obdachlosenhilfe und trifft sich dann mit Herrn Bohm. Sie bietet ihm 1000 Euro an, um ihn für die Reportage auf Schritt und Tritt zu begleiten. Zuerst lehnt er ab, als jedoch bei einer Kneipenschlägerei sein Hund Fox durch ein Messer schwer verletzt wird, benötigt er das Geld für den Tierarzt. Et lässt sich auf einen Deal ein. Zwei sehr verschiedene Protagonisten nähern sich nach und nach immer mehr an, und es entsteht eine vertrauensvolle Basis. Warum Bohm auf der Straße lebt wird erst am Ende erzählt. Der Autor schreibt in Abschnitten aus der Sicht von Bohm und Alina. Diese Geschichte berührt einen von Anfang an und man stellt fest, dass der Roman zum Nachdenken anregt. Das Thema Obdachlosigkeit wurde eindringlich und perfekt beschrieben. Der Schreibstil ist sehr flüssig. Das Cover bezieht sich auf einen Trick von Bohm , ein Streichholz anzuzünden. Ich könnt mir jedoch ein passenderes Cover vorstellen.