Spannend und konstruiert
Spannend, Empathie haschend, und ein bisschen zu konstruiert.
Christian Huber schreibt einen Roman über einen Obdachlosen und einem sehr guten Spannungsbogen. Fast bis zum Schluss bleibt offen, was Bohms Schicksal ist und wie er in seine Situation gerät. Nebenbei übt Huber auch (persönliche?) Kritik am Medienbetrieb und dem Umgang mit Macht und Frauen.
Wechselnde Protagonisten funktionieren bei mir immer. Dennoch wirkt der Roman für mich zu sehr konstruiert und „gelernt“. Mehrere kapitel lang über ungeöffnete Briefe zu lesen, um dann zu merken, dass es einem gewissem Zweck diente, machte es für mich etwas unnatürlich.
Einen weiteren Punktabzug gibt es dafür, Geschichten von Obdachlosen so sehr auf Empathie auszulegen. Dass man nur Mitleid mit Bohm bekommt, weil er es eigentlich nicht verdient und seine „guten“ Taten, die immer wieder eingestreut werden, haben mich etwas gestört. Ein Recht auf Obdach haben alle Menschen, Sympathie hin oder her!
Christian Huber schreibt einen Roman über einen Obdachlosen und einem sehr guten Spannungsbogen. Fast bis zum Schluss bleibt offen, was Bohms Schicksal ist und wie er in seine Situation gerät. Nebenbei übt Huber auch (persönliche?) Kritik am Medienbetrieb und dem Umgang mit Macht und Frauen.
Wechselnde Protagonisten funktionieren bei mir immer. Dennoch wirkt der Roman für mich zu sehr konstruiert und „gelernt“. Mehrere kapitel lang über ungeöffnete Briefe zu lesen, um dann zu merken, dass es einem gewissem Zweck diente, machte es für mich etwas unnatürlich.
Einen weiteren Punktabzug gibt es dafür, Geschichten von Obdachlosen so sehr auf Empathie auszulegen. Dass man nur Mitleid mit Bohm bekommt, weil er es eigentlich nicht verdient und seine „guten“ Taten, die immer wieder eingestreut werden, haben mich etwas gestört. Ein Recht auf Obdach haben alle Menschen, Sympathie hin oder her!