Wie entgleitet ein Leben?
Gestaltung:
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Das Streichholz auf dem Cover passt gut zum Titel. Die Farbgestaltung mit den dunkelblauen und orange-roten Tönen empfand ich jedoch als etwas langweilig. Es wirkte auf mich altmodisch. Im Laden wäre ich an dem Buch vorbeigegangen.
Inhalt:
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Alina Alev ist Moderatorin bei einem Fernsehsender. Nach einem vielversprechenden Berufsstart fürchtet sie um ihren Job, da der Sender Sparmaßnahmen vornimmt. Da kommt ihr das Angebot eines Kollegen sehr recht, der mit ihr eine neue Fernsehshow über Obdachlose machen möchte. Titelvorschlag: "Wie entgleitet ein Leben".
Bei ihrer Suche nach geeigneten Interviewpartnern begegnet sie Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt. Anfangs weigert er sich, doch dann zwingen ihn bestimmte Umstände, bei der Show mitzumachen.
Zum Kennenlernen spielen sie das Spiel, bei dem der eine solange wahrheitsgemäß auf Fragen des anderen antworten muss, solange ein Streichholz in der Hand des anderen brennt. Im Laufe der Zusammenarbeit kommen sich Alina und er näher. Dabei verschwimmt das Berufliche und Private immer mehr und Bohm kann seinen Geheimnissen nicht mehr länger ausweichen.
Mein Eindruck:
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"Bohms Pritschennachbar, ein alter Herr mit dünnen Haaren, das Gesicht narbig wie geplatzter Asphalt, trank Hochprozentiges aus einer Glasflasche, obwohl Alkohol in der Unterkunft verboten war. Ein dicker Tropfen rann ihm über das Kinn, den er sich mit einem Ärmel abwischte. Seine Augen schimmerten wässrig gelb, die rote Nase stand im Kontrast zu seinen fahlen Wangen. Suff hatte viele Farben."(S. 17)
Die Geschichte ist abwechselnd aus Bohms und Alinas Sicht geschrieben. Dadurch kann man sich gut in die Protagonisten einfühlen. Mir fällt es dennoch schwer, den Roman treffend zu beschreiben. Auf der einen Seite hatte er eine Sogwirkung auf mich. Es passieren viele Dinge und oft bleibt man bei einem Cliffhanger am Ende des Kapitels zurück, sodass man unbedingt weiterlesen muss. Zudem möchte man wissen, welches Geheimnis Bohm hat und weshalb er auf der Straße lebt.
Hinzu kommt noch eine sich langsam anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden und ein Teil von mir wollte, dass sie gut ausgeht und so habe ich immer mitgelitten, wenn die beiden aneinander vorbei geredet haben oder sich aufgrund von Missverständnissen voneinander entfernt haben.
Ein Teil von mir mochte Bohm. Es spricht für ihn, dass er sich für den streunenden Hund so einsetzt. Auf der anderen Seite konnte ich seine Handlungen nicht nachvollziehen, weshalb er auf der Straße gelandet ist und weshalb er mit seinem alten Leben keinen Kontakt mehr wollte.
Alina indes verkörpert die typische junge, aufstrebende Journalistin, die durch Social Media bekannt geworden ist, dann aber in die Medien-Realität zurückgeholt wird. Ebenso klischeehaft ist ihr Kollege, der ihr die Fernsehshow anbietet. Nach außen ist er attraktiv und freundlich, aber privat eher das Gegenteil. Dass der Fernsehsender einen sehr ähnlich lautenden Namen wie ein bekannter privater Sender in Köln hat, ist sicher auch kein Zufall.
Auf der einen Seite macht der Roman nachdenklich über den Umgang mit Menschen im TV und auch, wie schnell ein Leben entgleiten und man obdachlos werden kann. Auf der anderen Seite wirkt der Fall Bohm sehr stark konstruiert und nicht authentisch auf mich. Ich denke auch nicht, dass Bohm ein Prototyp für ein Obdachlosenschicksal ist. Dennoch berührte mich die Geschichte und vielleicht sollte man öfter mit Obdachlosen ins Gespräch gehen, anstatt an ihnen vorbei zu gehen mit gesenktem Kopf, auch wenn nicht immer eine positive Begegnung daraus entstehen wird.
Am Schluss steht noch eine Playlist, mit deren Hilfe man sich auch im Nachgang noch in die passende Stimmung versetzen kann.
Fazit:
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Kischeehafter Roman, der jedoch Stoff zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, Medien und dem Umgang mit Obdachlosen liefert.
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Das Streichholz auf dem Cover passt gut zum Titel. Die Farbgestaltung mit den dunkelblauen und orange-roten Tönen empfand ich jedoch als etwas langweilig. Es wirkte auf mich altmodisch. Im Laden wäre ich an dem Buch vorbeigegangen.
Inhalt:
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Alina Alev ist Moderatorin bei einem Fernsehsender. Nach einem vielversprechenden Berufsstart fürchtet sie um ihren Job, da der Sender Sparmaßnahmen vornimmt. Da kommt ihr das Angebot eines Kollegen sehr recht, der mit ihr eine neue Fernsehshow über Obdachlose machen möchte. Titelvorschlag: "Wie entgleitet ein Leben".
Bei ihrer Suche nach geeigneten Interviewpartnern begegnet sie Bohm, der seit 5 Jahren auf der Straße lebt. Anfangs weigert er sich, doch dann zwingen ihn bestimmte Umstände, bei der Show mitzumachen.
Zum Kennenlernen spielen sie das Spiel, bei dem der eine solange wahrheitsgemäß auf Fragen des anderen antworten muss, solange ein Streichholz in der Hand des anderen brennt. Im Laufe der Zusammenarbeit kommen sich Alina und er näher. Dabei verschwimmt das Berufliche und Private immer mehr und Bohm kann seinen Geheimnissen nicht mehr länger ausweichen.
Mein Eindruck:
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"Bohms Pritschennachbar, ein alter Herr mit dünnen Haaren, das Gesicht narbig wie geplatzter Asphalt, trank Hochprozentiges aus einer Glasflasche, obwohl Alkohol in der Unterkunft verboten war. Ein dicker Tropfen rann ihm über das Kinn, den er sich mit einem Ärmel abwischte. Seine Augen schimmerten wässrig gelb, die rote Nase stand im Kontrast zu seinen fahlen Wangen. Suff hatte viele Farben."(S. 17)
Die Geschichte ist abwechselnd aus Bohms und Alinas Sicht geschrieben. Dadurch kann man sich gut in die Protagonisten einfühlen. Mir fällt es dennoch schwer, den Roman treffend zu beschreiben. Auf der einen Seite hatte er eine Sogwirkung auf mich. Es passieren viele Dinge und oft bleibt man bei einem Cliffhanger am Ende des Kapitels zurück, sodass man unbedingt weiterlesen muss. Zudem möchte man wissen, welches Geheimnis Bohm hat und weshalb er auf der Straße lebt.
Hinzu kommt noch eine sich langsam anbahnende Liebesgeschichte zwischen den beiden und ein Teil von mir wollte, dass sie gut ausgeht und so habe ich immer mitgelitten, wenn die beiden aneinander vorbei geredet haben oder sich aufgrund von Missverständnissen voneinander entfernt haben.
Ein Teil von mir mochte Bohm. Es spricht für ihn, dass er sich für den streunenden Hund so einsetzt. Auf der anderen Seite konnte ich seine Handlungen nicht nachvollziehen, weshalb er auf der Straße gelandet ist und weshalb er mit seinem alten Leben keinen Kontakt mehr wollte.
Alina indes verkörpert die typische junge, aufstrebende Journalistin, die durch Social Media bekannt geworden ist, dann aber in die Medien-Realität zurückgeholt wird. Ebenso klischeehaft ist ihr Kollege, der ihr die Fernsehshow anbietet. Nach außen ist er attraktiv und freundlich, aber privat eher das Gegenteil. Dass der Fernsehsender einen sehr ähnlich lautenden Namen wie ein bekannter privater Sender in Köln hat, ist sicher auch kein Zufall.
Auf der einen Seite macht der Roman nachdenklich über den Umgang mit Menschen im TV und auch, wie schnell ein Leben entgleiten und man obdachlos werden kann. Auf der anderen Seite wirkt der Fall Bohm sehr stark konstruiert und nicht authentisch auf mich. Ich denke auch nicht, dass Bohm ein Prototyp für ein Obdachlosenschicksal ist. Dennoch berührte mich die Geschichte und vielleicht sollte man öfter mit Obdachlosen ins Gespräch gehen, anstatt an ihnen vorbei zu gehen mit gesenktem Kopf, auch wenn nicht immer eine positive Begegnung daraus entstehen wird.
Am Schluss steht noch eine Playlist, mit deren Hilfe man sich auch im Nachgang noch in die passende Stimmung versetzen kann.
Fazit:
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Kischeehafter Roman, der jedoch Stoff zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, Medien und dem Umgang mit Obdachlosen liefert.