Zwei Welten. Ein Moment. Und eine Geschichte, die viele berührt hat

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baroness.steph Avatar

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Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, gerade weil es so viel positives Feedback bekommt.

Und ich verstehe auch absolut, warum es viele so begeistert hat – die Thematik ist stark, die Figuren haben Tiefe und die Message ist wichtig.

Für mich persönlich war es trotzdem eher eine Geschichte, die mich nicht komplett erreichen konnte.
Die Geschichte rund um Bohm und Alina hat mich erstmal total neugierig gemacht.

Zwei Leben, die unterschiedlicher kaum sein könnten – Straße vs. Medienwelt. Gerade Bohm mit Fox an seiner Seite hat sofort etwas in mir ausgelöst. Man merkt schnell, dass hinter allem mehr steckt, dass jede Entscheidung, jede Narbe eine Geschichte trägt.

Der Schreibstil ist ruhig, fast schon leise – aber genau das passt irgendwie zur Thematik. Kein Drama um des Dramas willen, sondern eher ein stilles Beobachten.
Die Perspektivwechsel zwischen den beiden haben gut funktioniert und haben dafür gesorgt, dass man beide Seiten verstehen kann.

Was ich wirklich stark fand: Die Darstellung von Obdachlosigkeit. Ohne Klischees, ohne künstliche Übertreibung.
Einfach ehrlich. Und genau da liegt auch die wichtigste Message für mich – man weiß nie, was ein Mensch durchgemacht hat. Urteile kommen oft viel zu schnell.

Aber… und das ist mein Knackpunkt:
Das Ende hat mich einfach nicht richtig abgeholt. Es war nicht schlecht – aber irgendwie zu offen, zu wenig greifbar. Mir hat dieses eine Gefühl gefehlt, dieses klare „Okay, das war jetzt rund“. Stattdessen blieb bei mir eher ein „Hm… und jetzt?“.

Vielleicht liegt’s auch daran, dass ich solche ruhigeren, realitätsnahen Geschichten seltener lese – aber gerade dann brauche ich ein Ende, das mich wirklich trifft.

✨ Fazit:
Eine besondere, ruhige Liebesgeschichte mit wichtiger Message und starken Figuren – aber mit einem Ende, das mich etwas unzufrieden zurückgelassen hat.
⭐️ 3/5