Zwei Welten treffen aufeinander
Ein interessanter Plot: die junger Journalistin mit Schwierigkeiten soll eine Reportage mit einem Obdachlosen machen, den sie eine Woche begleitet. Beide Welten werden geschildert: die Glamourwelt der Journalisten, die bedrückende Armut des Obdachlosen, manchmal ein wenig holzschnittartig, aber durchaus beeeindruckend. Dazwischen Alina, die von Bohm, dem Obdachlosen irgendwie angezogen wird und sie ahnt, dass hinter dem unzugänglichen Mann ein trauriges Schicksal steckt. So entwickelt sich die Geschichte anders als erwartet. Statt distanzierter Reportage entsteht Nähe. Dramatische Entwicklungen bringen Bohm dazu, sich seiner Geschichte zu stellen und Alina entscheidet sich dazu, der leichtlebigen Fernsehwelt zu entsagen. Eine behutsame, ein wenig unwahrscheinliche Romanze, deren Entwicklung offen bleibt. Durchaus mit sozialkritischem Ansatz. Unterhaltsame Lektüre.