Guter Start, eine große Befürchtung Ich bin dabei – noch
Okay, ich glaube, ich lese das in jedem Fall zu Ende. Der Prolog hat mich sofort gepackt – dieser Trick, von der Zukunft rückwärts zu erzählen, während das Geräusch der Flip-Flops sich durch alles zieht wie ein Metronom. "Schlapp schlapp." So simpel, und es bleibt trotzdem hängen. Goose als Perspektivfigur macht mich neugierig, weil er so still ist, so ein Beobachter im Hintergrund, und man sofort spürt, dass da Schuld mitschwingt die er noch nicht ganz benennen kann.
Und dann Kapitel 1, und oh. Die Familie. Netta, Susan, Goose, Iris – ich hab noch nicht mal alle richtig kennengelernt und schon das Gefühl, dass ich weiß wie Weihnachten bei denen läuft. Der Vater Vic mit seinem frisch rasiertem Gesicht und der Thermoskanne voller Kräutertee und dem albermen Goatee – man sieht sofort, dass irgendwas nicht stimmt, noch bevor Bella-Mae auch nur erwähnt wird. Und dann diese Szene wo Netta ihn anstarrt und will, dass er zurückkommt, der Vater mit Farbspritzern in den Ohren und zu viel Rotwein, nicht dieser saubere Fremde. Das hat mir wirklich wehgetan.
Bella-Mae selbst ist noch so eine Leerstelle. Fast absichtlich unsichtbar, das Foto auf dem sie sich halb versteckt, der Bindestrich im Namen der Joyce selbst kommentiert ("nicht eine Person, sondern mindestens zwei"). Ich hoffe sehr, dass sie nicht zur reinen Antagonistin wird. Das wäre zu einfach und würde das ganze Versprechen des Prologs zerstören. Goose sagt ja selbst: er weiß bis heute nicht wer sie wirklich war. Unschuldige? Betrügerin? Das will ich wissen.
Der Schreibstil ist angenehm unaufgeregt – keine blumigen Ausflüge, die Bilder kommen trotzdem an. Bin dabei.
Und dann Kapitel 1, und oh. Die Familie. Netta, Susan, Goose, Iris – ich hab noch nicht mal alle richtig kennengelernt und schon das Gefühl, dass ich weiß wie Weihnachten bei denen läuft. Der Vater Vic mit seinem frisch rasiertem Gesicht und der Thermoskanne voller Kräutertee und dem albermen Goatee – man sieht sofort, dass irgendwas nicht stimmt, noch bevor Bella-Mae auch nur erwähnt wird. Und dann diese Szene wo Netta ihn anstarrt und will, dass er zurückkommt, der Vater mit Farbspritzern in den Ohren und zu viel Rotwein, nicht dieser saubere Fremde. Das hat mir wirklich wehgetan.
Bella-Mae selbst ist noch so eine Leerstelle. Fast absichtlich unsichtbar, das Foto auf dem sie sich halb versteckt, der Bindestrich im Namen der Joyce selbst kommentiert ("nicht eine Person, sondern mindestens zwei"). Ich hoffe sehr, dass sie nicht zur reinen Antagonistin wird. Das wäre zu einfach und würde das ganze Versprechen des Prologs zerstören. Goose sagt ja selbst: er weiß bis heute nicht wer sie wirklich war. Unschuldige? Betrügerin? Das will ich wissen.
Der Schreibstil ist angenehm unaufgeregt – keine blumigen Ausflüge, die Bilder kommen trotzdem an. Bin dabei.