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liesdochmaleinbuch Avatar

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Habe ich dieses Buch hauptsächlich angefangen, weil Bonnie Garmus es empfiehlt? vielleicht. Bin ich aber drangeblieben, weil es eine schräge, beinahe voyeuristische Sogwirkung entfaltet? Absolut. Spannende Story zwischen Familienroman, Drama und Thrill.

Die zwischenmenschlichen Konflikte zwischen den Geschwistern selbst, aber auch zwischen ihnen und dem exzentrischen, hedonistischen Vic sind absolut herrlich herausgearbeitet. Die Geschwister scheitern alle auf ihre Weise kläglich an der Realität des Erwachsen Werdens zwischen Erwartungshaltung und Gesellschaftsdruck im Schatten des berühmten Vaters.

Die Erzählung ist sehr dicht, es passiert wahnsinnig viel gleichzeitig und doch gar nicht mal so viel auf Handlungsebene, sondern eher zwischenmenschlich. Ich fand die feinen Risse, die immer größer wurden und eine Schlucht auftaten absolut fesselnd. Die Erzählung ist sehr atmosphärisch angelegt, Zwistigkeiten gefühlt mit Händen greifbar und die Charaktere mit ihren Eigenheiten und Gedanken sehr differenziert herausgearbeitet.

Der letzte Part, das Ende, hat mir besonders gut gefallen. Wie alle ihre ganz eigenen Wege einschlagen, sich loslösen von dem, worüber sie sich definierten und neu beginnen. Tatsächlich mochte ich dieses leicht verklärte Ende, das fast schon zu versöhnlich wirkt und trotzdem war es wie ein Aufatmen, das dringend nötig war.

Starker Roman, hat mir richtig gut gefallen