Das erste Drittel durchzuhalten lohnt sich

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Ich habe das Buch „Sommerhaus“ von Rachel Joyce gelesen. Es ist in der deutschen Übersetzung von Karl-Heinz Ebnet am 11.06.2026 im @thieleverlag erschienen und hat um die 475 Seiten. In der Geschichte geht es darum, dass Geschwister ihren Vater verlieren, die sich dadurch selbst existenzielle Fragen stellen, wie ihr eigenes Leben weitergehen soll. Es geht auch viel um das Thema Künstler sein und Kunst und darum, den Tod des Vaters aufzudecken beziehungsweise herauszufinden, was passiert ist.
Als ich den Klappentext gelesen habe, habe ich ein Buch erwartet, das im Sommer spielt und Sommergefühle aufkommen lässt, gemischt mit ein bisschen Thriller- und Krimi-Elementen. Dem war allerdings nicht so. Ich habe das Buch viel mehr als bedrückend wahrgenommen, weil die einzelnen Schicksale der Geschwister so schwer sind.
Außerdem habe ich etwas länger gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Anfangs werden relativ lang die ganzen Protagonisten vorgestellt, was für mich einfach Zeit gebraucht hat, um sie kennenzulernen und mir die Eigenschaften zu merken. Danach ging die Geschichte aber los und ich fand sie auch wirklich spannend und gut. Es war durchgehend eine Spannung da und es gab immer wieder erschreckende oder überraschende Wendungen. Auch die Idee der Geschichte finde ich wirklich gut gelungen.
Wer also mit der Erwartung rangeht, ein Buch zu haben, das auch etwas bedrückender sein kann, aber gleichzeitig spannend ist und einige wenige Sommergefühle weckt, der ist hier genau richtig.