Eher mittelmäßig
Die Geschichte gefiel mir ganz gut, die Figuren leider eher weniger. Ich konnte mich mit keiner von ihnen identifizieren und es war mir auch relativ egal, was mit ihnen geschah. Ich fand es irgendwie traurig, wie alle vier Geschwister eine ungesunde, an Freud erinnernde Bindung zu ihrem Vater hatten. Ich vermute, das passiert, wenn man keine Mutter hat und die ganze unterdrückte Sehnsucht nach elterlicher Zuneigung von dem einen verbliebenen Elternteil kommt, der dann leider ein schlechter Elternteil ist.
Die Geschichte wird größtenteils in Dialogen zwischen den Geschwistern erzählt; allerdings blieben die Figuren allesamt unglaublich eindimensional. Keiner der Charaktere besaß sonderlich sympathische Züge – vielleicht mit Ausnahme von Gustav ("Goose") –, was aus Lesersicht äußerst hinderlich war, da ich kaum positive Gefühle für sie aufbringen konnte und mich schon gar nicht in ihr Verhalten hineinversetzen konnte.
Die Villa hatte eine ganz eigene Persönlichkeit; die Umgebung, die Einheimischen, die Sehenswürdigkeiten und die Landschaft waren so lebendig und vielfältig, dass sie in vielerlei Hinsicht interessanter waren als die unterdrückte Wut und die Streitereien der Geschwister. Auch der Schreibstil war nach meinem Geschmack, nur alles in allem gab es einige zu langatmige Abschnitte.
Im Allgemeinen mag ich Geschichten über Geschwister und ihre komplexen Beziehungen, aber hier ging es um ihre ungesunde Bindung an ihren rüpelhaften Vater, den ich einfach nicht ausstehen konnte. Ich habe nichts gegen unsympathische Charaktere, aber an Vic war absolut nichts Ansprechendes. Deshalb wahrscheinlich der englische Titel "The Homemade God". Der deutsche Titel ist wiederum völlig nichtssagend und hat mit dem Original nichts zu tun, was ich überhaupt nicht verstehe.
Insgesamt ein Roman, von dem ich mir mehr erhofft hatte und den ich nicht unbedingt empfehlen würde.
Die Geschichte wird größtenteils in Dialogen zwischen den Geschwistern erzählt; allerdings blieben die Figuren allesamt unglaublich eindimensional. Keiner der Charaktere besaß sonderlich sympathische Züge – vielleicht mit Ausnahme von Gustav ("Goose") –, was aus Lesersicht äußerst hinderlich war, da ich kaum positive Gefühle für sie aufbringen konnte und mich schon gar nicht in ihr Verhalten hineinversetzen konnte.
Die Villa hatte eine ganz eigene Persönlichkeit; die Umgebung, die Einheimischen, die Sehenswürdigkeiten und die Landschaft waren so lebendig und vielfältig, dass sie in vielerlei Hinsicht interessanter waren als die unterdrückte Wut und die Streitereien der Geschwister. Auch der Schreibstil war nach meinem Geschmack, nur alles in allem gab es einige zu langatmige Abschnitte.
Im Allgemeinen mag ich Geschichten über Geschwister und ihre komplexen Beziehungen, aber hier ging es um ihre ungesunde Bindung an ihren rüpelhaften Vater, den ich einfach nicht ausstehen konnte. Ich habe nichts gegen unsympathische Charaktere, aber an Vic war absolut nichts Ansprechendes. Deshalb wahrscheinlich der englische Titel "The Homemade God". Der deutsche Titel ist wiederum völlig nichtssagend und hat mit dem Original nichts zu tun, was ich überhaupt nicht verstehe.
Insgesamt ein Roman, von dem ich mir mehr erhofft hatte und den ich nicht unbedingt empfehlen würde.