Ein Tod, der alles verändert

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kokoloreslot Avatar

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Rachel Joyce’ Roman „Sommerhaus“ ist ein einfühlsam geschriebener Familienroman über die sozialen Spannungen der Hinterbliebenen nach dem überraschenden Tod des weltberühmten Künstlers Vic Kemp, der im italienischen Lago d’Orta lebte und bei einem Badeunfall starb. Eingehend lernt man die Geschwister Netta, Susan, Goose und Iris kennen, die ihrer neuen, deutlich jüngeren, Stiefmutter, ebenfalls Künstlerin, und deren dubiosen Cousin zum ersten Mal begegnen, nachdem ihr Vater schon verstorben ist. War der Tod wirklich ein Unfall? Daraus entstehen Konflikte, alte Wunden werden aufgerissen und Geheimnisse enthüllt. Die Geschwister merken schnell: Da brodelt mehr unter der Oberfläche als nur Trauer.

Mir hat am meisten der kluge Aufbau gefallen, der mich überraschen konnte. Schnell hineingefunden, war es leicht, dem flüssigen Schreibstil zu folgen und sich in die stickige Hitze der Villa zu träumen. Der ironische Unterton gibt dem Ganzen eine angenehme Leichtigkeit, selbst wenn’s mal richtig ungemütlich wird. Es gibt ein paar Klischees und Momente, in denen die Spannung etwas nachlässt, aber letztlich bin ich gern in diese beklemmenden Abgründe eingetaucht. Lohnt sich als Sommerlektüre.