Eine schrecklich dysfunktionale Familie
Was wollte die Autorin Rachel Joyce mir mit dieser Geschichte sagen? 460 Seiten später weiß ich es leider immer noch nicht, denn Sommerhaus ist weder ein Krimi, noch ein Thriller, auch wenn der Klappentext das vielleicht vermuten lässt. Am ehesten passt das Label „Familien-Drama“ zu diesem Buch. Denn wenn der 76-jährige Vater verkündet, eine 27-Jährige heiraten zu wollen und dann noch beim Schwimmen ums Leben kommt, kann man mit seinen Geschwistern schon mal auf Ideen kommen.
Allen voran die Älteste Netta, die als Anwältin eine Verschwörung aufdecken will. Susan hat hauptsächlich das leibliche Wohl der Sommerhaus-Gäste im Blick und Iris, die Jüngste, hat sowieso einen Schlag weg. Ach ja, und dann gibt es noch Gustav, der anfangs so wenig charakterisiert wird, dass er am Ende plötzlich der Hauptcharakter ist.
Die junge Ehefrau, die von den Geschwistern für den Tod und auch alles, was noch im Leben des Verstorbenen passiert ist, verantwortlich gemacht wird, vergeht entweder in Trauer oder ist so abgebrüht, dass sich die vier Geschwister allein durch ihre Anwesenheit gegenseitig zerfleischen. Aus Nichtigkeiten werden Katastrophen gemacht. Das Buch ergeht sich in Andeutungen, dass die Geschwister in der Zukunft nicht mehr miteinander reden, doch wenn man sich durch die teils langwierige Erzählung hindurchgearbeitet hat, wird man von der Auflösung enttäuscht. Es scheint, als folgt man vier verzogenen Gören, die von ihrem Vater vernachlässigt wurden, ihn aber trotz allem als Heiligen stilisieren. Eine zufriedenstellende Auflösung des Plots, sofern überhaupt vorhanden, gibt es nicht und auch die Charaktere haben mich am Ende einfach nur noch genervt.
Erzählt ist die Geschichte in teils sehr lyrischer Sprache. Rachel Joyce verwendet sehr viele Andeutungen, die dann aber den Lesenden im Folgenden erklärt werden. Diese Redundanz macht sich auch in den immer gleichen Konflikten zwischen den Charakteren bemerkbar und stört den Lesefluss und das Lesevergnügen deutlich.
Dieses Buch war absolut nichts für mich – leider weiß ich aber auch nicht, für wen sonst.
Allen voran die Älteste Netta, die als Anwältin eine Verschwörung aufdecken will. Susan hat hauptsächlich das leibliche Wohl der Sommerhaus-Gäste im Blick und Iris, die Jüngste, hat sowieso einen Schlag weg. Ach ja, und dann gibt es noch Gustav, der anfangs so wenig charakterisiert wird, dass er am Ende plötzlich der Hauptcharakter ist.
Die junge Ehefrau, die von den Geschwistern für den Tod und auch alles, was noch im Leben des Verstorbenen passiert ist, verantwortlich gemacht wird, vergeht entweder in Trauer oder ist so abgebrüht, dass sich die vier Geschwister allein durch ihre Anwesenheit gegenseitig zerfleischen. Aus Nichtigkeiten werden Katastrophen gemacht. Das Buch ergeht sich in Andeutungen, dass die Geschwister in der Zukunft nicht mehr miteinander reden, doch wenn man sich durch die teils langwierige Erzählung hindurchgearbeitet hat, wird man von der Auflösung enttäuscht. Es scheint, als folgt man vier verzogenen Gören, die von ihrem Vater vernachlässigt wurden, ihn aber trotz allem als Heiligen stilisieren. Eine zufriedenstellende Auflösung des Plots, sofern überhaupt vorhanden, gibt es nicht und auch die Charaktere haben mich am Ende einfach nur noch genervt.
Erzählt ist die Geschichte in teils sehr lyrischer Sprache. Rachel Joyce verwendet sehr viele Andeutungen, die dann aber den Lesenden im Folgenden erklärt werden. Diese Redundanz macht sich auch in den immer gleichen Konflikten zwischen den Charakteren bemerkbar und stört den Lesefluss und das Lesevergnügen deutlich.
Dieses Buch war absolut nichts für mich – leider weiß ich aber auch nicht, für wen sonst.