Familienbande
Familie- das klingt immer so leicht, sind wir doch verbunden durch Geburt, die Verknüpfung gegeben, die Liebe entsteht automatisch. Aber ist es so einfach? Familie ist oft kompliziert, diese Beziehungen harte Arbeit und bestimmt von Wettbewerb auf der einen, Stolz auf der anderen Seite, Diskussionen, aber auch intensiven, intimen Momenten, die geteilt werden. Alles basiert auf Austausch, Kommunikation und schlussendlich Vertrauen, denn wenn ich meiner Familie nicht alles erzählen kann, wem denn dann?
Die vier Geschwister Netta, Susan, Goose und Iris sehen sich diesen Gefühlen und Gedanken ganz neu konfrontiert, als ihr Vater Vic Kemp, ein berühmter Maler, plötzlich verstirbt. Vorangegangen ist die spontane Hochzeit mit der 27- Jährigen Bella-Mae, die noch niemand kennengelernt hat und die wahrnehmbare Veränderung ihres Vaters. Die Geschwister eilen ins Sommerhaus an den Lago d‘Orta, um zu ergründen, was genau passiert ist und sehen sich am Ende des Tages mit ihren eigenen Abgründen konfrontiert.
Rachel Joyce Stil ist eigen, sie besitzt die Kunst den Charakteren sehr viel Hintergrund zu geben, sie zu formen und dadurch fast schon eigene Studien zu kreieren. Ohne das wäre aber auch das Thema des Romans nicht greifbar, die individuelle Beziehung von vier Kindern zu ihrem Vater nicht erklärlich und somit auch nicht die Verwicklungen vor Ort. Mich hat der Roman tatsächlich erst nach der Hälfte gepackt, was schon sehr ungewöhnlich ist, aber gerade dann habe ich für mich den Gehalt, die Essenz gefunden. Das Wechselspiel der Charaktere und dazwischen Bella-Mae, die wie ein Chamäleon die vier begleitet, das hat für mich die besondere Stärke ausgemacht. Ich hätte jedoch gut und gerne auf die Länge am Anfang verzichten können und bin auch der Auffassung, dass der englische Titel es besser getroffen hat. Ein anspruchsvoller Roman, der Fans begeistert, aber sicherlich auch Leser, die sich auf spezielle Charaktere gerne einlassen und überrascht werden wollen.
Die vier Geschwister Netta, Susan, Goose und Iris sehen sich diesen Gefühlen und Gedanken ganz neu konfrontiert, als ihr Vater Vic Kemp, ein berühmter Maler, plötzlich verstirbt. Vorangegangen ist die spontane Hochzeit mit der 27- Jährigen Bella-Mae, die noch niemand kennengelernt hat und die wahrnehmbare Veränderung ihres Vaters. Die Geschwister eilen ins Sommerhaus an den Lago d‘Orta, um zu ergründen, was genau passiert ist und sehen sich am Ende des Tages mit ihren eigenen Abgründen konfrontiert.
Rachel Joyce Stil ist eigen, sie besitzt die Kunst den Charakteren sehr viel Hintergrund zu geben, sie zu formen und dadurch fast schon eigene Studien zu kreieren. Ohne das wäre aber auch das Thema des Romans nicht greifbar, die individuelle Beziehung von vier Kindern zu ihrem Vater nicht erklärlich und somit auch nicht die Verwicklungen vor Ort. Mich hat der Roman tatsächlich erst nach der Hälfte gepackt, was schon sehr ungewöhnlich ist, aber gerade dann habe ich für mich den Gehalt, die Essenz gefunden. Das Wechselspiel der Charaktere und dazwischen Bella-Mae, die wie ein Chamäleon die vier begleitet, das hat für mich die besondere Stärke ausgemacht. Ich hätte jedoch gut und gerne auf die Länge am Anfang verzichten können und bin auch der Auffassung, dass der englische Titel es besser getroffen hat. Ein anspruchsvoller Roman, der Fans begeistert, aber sicherlich auch Leser, die sich auf spezielle Charaktere gerne einlassen und überrascht werden wollen.