Sommer, Geheimnisse und eine Familie die sich neu kennenlernen muss

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nicolesen123 Avatar

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Eine Villa am Ortasee, ein exzentrischer Künstlervater und vier Kinder, die plötzlich feststellen, dass sie sich vielleicht nie wirklich gekannt haben. „Sommerhaus” von Rachel Joyce ist schwer in eine Schublade zu stecken, ein bisschen Familienroman, ein bisschen Krimi, und vor allem eine Geschichte über das, was Kindheit und Eltern mit einem machen.

Was mich an diesem Buch wirklich berührt hat, ist der Kern der Geschichte. Wie unterschiedlich die vier Geschwister ihren Vater und ihre Kindheit wahrgenommen haben, was sie voreinander verborgen haben und wie sie als Erwachsene plötzlich mit all dem konfrontiert werden, das hat mich wirklich nachdenklich gemacht.

An manchen Stellen war die Geschichte für mich aber auch etwas anstrengend. Der Stil ist sehr künstlerisch und an einigen Stellen hätte das Buch durchaus etwas gestrafft werden können, ohne dass der Kern darunter gelitten hätte.

Trotzdem ist „Sommerhaus” ein Roman, der einen nicht ganz loslässt. Wer nachdenkliche Geschichten über Familie und Beziehungen mag, ist hier genau richtig.