Wer sind wir ohne den übermächtigen Vater?
Vic Kemp, 76-jähriger Londoner Künstler, lädt seine vier Kinder in ein Noodle-Restaurant ein, um ihnen mitzuteilen, dass er seine 27-jährige, bislang unbekannte, Freundin Bella-Mae heiraten wird und die Hochzeit ohne sie stattfinden wird. Die Vier sind von der Neuigkeit erschüttert, da sie sich mit ihrem Vater so sehr verbunden fühlen. Kurz nach der Hochzeit am Ortasee in Italien, stirbt ihr Vater. Die Kinder reisen nach Italien und versuchen herauszufinden, was passiert ist und warum ihr Vater sterben musste. Dabei verdächtigen sie ihre neue Stiefmutter Bella-Mae.
Bis hierhin sind 200 Seiten vergangen und das Buch ergoss sich in Rückblenden zum Leben der Familie und Charakterstudien der Kinder:
Netta, mittlerweile 40, intelligent, Prozessanwältin, verwitwet, stand immer im Mittelpunkt, wurde nach dem Tod ihrer Mutter Martha viel zu schnell erwachsen und wurde zur Beraterin ihres Vaters. Sie hat ein Alkoholproblem.
Susan, 39, verheiratet mit einem 21 Jahre älteren Mann, 2 Stiefkinder, wollte mal Fernsehköchin werden, bewundert Netta, sie ist die ewige Zweite.
Goose, 36, arbeitet im Atelier seines Vaters. Wurde von seinem Vater für seine Kunst verspottet und ist überzeugt davon, dass die Kunst schlecht für seine Psyche ist.
Iris, 31, die Nachzüglerin, die einzige, die ihr Vater jemals gemalt hat. Isst wenig, vor allem nichts Rotes oder Grünes. Nimmt immer nur Aushilfsjobs an.
Vic Kemp, der selbsternannte Künstler, groß, die Männlichkeit in Person, trinkt zu viel, liebt die Frauen, steht immer im Rampenlicht.
Dieser Vic Kemp, ein hervorragender Schwimmer, verstirbt bei einem Badeunfall im Ortasee.
Ab hier mutet die Geschichte eher wie ein Krimi an. Netta, die Älteste, übernimmt die Ermittlerrolle, ordnet eine Autopsie an und verdächtigt Bella-Mae, ihren Vater vergiftet zu haben. Nachdem die Vier Bella-Mae kennen lernen, sind sich die Geschwister nicht mehr sicher, ob sie Netta und ihrer Mordtheorie glauben sollen. Zunächst entstehen feine Risse in ihrer Verbindung, dann Spannungen und schließlich sprechen die Geschwister überhaupt nicht mehr miteinander. Der Vater, der vermeintlich übergroße Künstler, ist gestorben, nur mit ihm wussten sie, wer sie waren. Die Abgründe im Familiensystem sind ohne Vic aufgebrochen und schließlich fällt alles auseinander.
Ich habe mich schwergetan mit dem "Sommerhaus". Die ersten 200 Seiten waren für mich langatmig mit vielen Redundanzen. Dann wurde es spannender, neue Informationen folgten Schlag auf Schlag, verschiedene Sichtweisen wurden eröffnet. Vieles blieb bis zum Schluss nebulös, auch das, was zwischen Vic und Bella-Mae tatsächlich war. Nachdem ich das Buch beendet hatte, fand ich sowohl das deutsche Cover als auch den deutschen Titel irreführend. Im Englischen heißt das Buch "A Homemade God", was ich wesentlich treffender finde, genauso wie das Cover der englischen Ausgabe. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt.
Bis hierhin sind 200 Seiten vergangen und das Buch ergoss sich in Rückblenden zum Leben der Familie und Charakterstudien der Kinder:
Netta, mittlerweile 40, intelligent, Prozessanwältin, verwitwet, stand immer im Mittelpunkt, wurde nach dem Tod ihrer Mutter Martha viel zu schnell erwachsen und wurde zur Beraterin ihres Vaters. Sie hat ein Alkoholproblem.
Susan, 39, verheiratet mit einem 21 Jahre älteren Mann, 2 Stiefkinder, wollte mal Fernsehköchin werden, bewundert Netta, sie ist die ewige Zweite.
Goose, 36, arbeitet im Atelier seines Vaters. Wurde von seinem Vater für seine Kunst verspottet und ist überzeugt davon, dass die Kunst schlecht für seine Psyche ist.
Iris, 31, die Nachzüglerin, die einzige, die ihr Vater jemals gemalt hat. Isst wenig, vor allem nichts Rotes oder Grünes. Nimmt immer nur Aushilfsjobs an.
Vic Kemp, der selbsternannte Künstler, groß, die Männlichkeit in Person, trinkt zu viel, liebt die Frauen, steht immer im Rampenlicht.
Dieser Vic Kemp, ein hervorragender Schwimmer, verstirbt bei einem Badeunfall im Ortasee.
Ab hier mutet die Geschichte eher wie ein Krimi an. Netta, die Älteste, übernimmt die Ermittlerrolle, ordnet eine Autopsie an und verdächtigt Bella-Mae, ihren Vater vergiftet zu haben. Nachdem die Vier Bella-Mae kennen lernen, sind sich die Geschwister nicht mehr sicher, ob sie Netta und ihrer Mordtheorie glauben sollen. Zunächst entstehen feine Risse in ihrer Verbindung, dann Spannungen und schließlich sprechen die Geschwister überhaupt nicht mehr miteinander. Der Vater, der vermeintlich übergroße Künstler, ist gestorben, nur mit ihm wussten sie, wer sie waren. Die Abgründe im Familiensystem sind ohne Vic aufgebrochen und schließlich fällt alles auseinander.
Ich habe mich schwergetan mit dem "Sommerhaus". Die ersten 200 Seiten waren für mich langatmig mit vielen Redundanzen. Dann wurde es spannender, neue Informationen folgten Schlag auf Schlag, verschiedene Sichtweisen wurden eröffnet. Vieles blieb bis zum Schluss nebulös, auch das, was zwischen Vic und Bella-Mae tatsächlich war. Nachdem ich das Buch beendet hatte, fand ich sowohl das deutsche Cover als auch den deutschen Titel irreführend. Im Englischen heißt das Buch "A Homemade God", was ich wesentlich treffender finde, genauso wie das Cover der englischen Ausgabe. Mich hat das Buch leider nicht überzeugt.