Wenn Kunst zur tödlichen Bedrohung wird: Ein mitreißender Auftakt voller Magie und Düsterheit

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nazuki Avatar

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as Cover von „Songs for the Sinless – Band 1: The Lies that Summon the Night“ von Tessonja Odette zieht bereits auf den ersten Blick alle Blicke auf sich und fängt die verbotene, düstere Atmosphäre des Buches hervorragend ein. Die eleganten, fast schon mystisch verschnörkelten Ornamente und die dunkle, geheimnisvolle Farbgebung vermitteln sofort das Gefühl einer gefahrvollen Welt, in der die Schatten stets auf der Lauer liegen, und machen große Lust darauf, direkt in die Geschichte einzutauchen.
Schon die ersten drei Kapitel der Leseprobe lassen erahnen, welches Potenzial in dieser Idee steckt: In einer Welt, in der Kunst strengstens verboten ist, weil jede Form der Kreativität tödliche Schattenwesen anlockt, lebt die Protagonistin Inana als Geschichtenerzählerin im Verborgenen. Als ihr heimlicher Auftritt vom skrupellosen Schattenjäger Dominic unterbrochen wird, gerät ihr gesamtes Leben ins Schwanken. Der Schreibstil von Tessonja Odette ist dabei von der ersten Seite an flüssig, bildgewaltig und wunderbar einprägsam. Es gelingt ihr mühelos, eine dichte, beklemmende und zugleich mitreißende Stimmung zu erzeugen, sodass man sich das Untergrund-Setting und die schattigen Bedrohungen lebhaft vorstellen kann. Auch die Dynamik zwischen Inana und Dominic deutet sich schon jetzt sehr vielversprechend an – geprägt von spürbarer Knisterstimmung, cleverem Schlagabtausch und großem Konfliktpotenzial. Die ersten drei Kapitel verfliegen im Nu, bauen gekonnt Spannung auf und hinterlassen einen fesselnden ersten Eindruck, der definitiv Lust auf mehr macht.