Düster, musikalisch und überraschend anders

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Schon die Gestaltung von „Songs of the Void – Echo der Stille“ hat mich neugierig gemacht. Das Cover wirkt düster, geheimnisvoll und gleichzeitig elegant und passt für mich hervorragend zur Atmosphäre der Geschichte. Auch die hochwertige Gestaltung des Buches macht einiges her und unterstreicht den besonderen Charakter dieses Reihenauftakts.

Besonders spannend finde ich die Grundidee. Im Mittelpunkt steht Alize, die in der Musikbranche arbeitet und auf die geheimnisvolle, maskierte Band Silentbound aufmerksam wird. Schnell wird deutlich, dass hinter ihrer Musik mehr steckt, als man zunächst vermuten würde. Mehr möchte ich über die Handlung gar nicht verraten, denn gerade das Rätselhafte und Unvorhersehbare macht einen großen Teil des Reizes aus.

Die Verbindung von Musik, Fantasy, Mystery und Romance ist für mich die größte Stärke des Buches. Musik dient hier nicht nur als hübsche Kulisse, sondern ist eng mit der Handlung und den fantastischen Elementen verbunden. Dadurch entsteht eine intensive, teilweise fast hypnotische Atmosphäre. Ich fand es besonders gelungen, dass sich die Geschichte dadurch von vielen klassischen Romantasy-Romanen abhebt.

Anne Lücks Schreibstil hat mir ebenfalls sehr gefallen. Er ist flüssig, modern und emotional, an den richtigen Stellen aber auch bildhaft und atmosphärisch. Gerade die musikalischen Szenen konnte ich mir dadurch sehr gut vorstellen. An einigen Stellen hätte die Handlung für meinen Geschmack allerdings etwas schneller voranschreiten dürfen. Manche ruhigeren Passagen nehmen ein wenig Spannung heraus, ohne dass ich deshalb das Interesse an der Geschichte verloren hätte.

Auch Alize konnte mich als Hauptfigur überzeugen. Ihr Ehrgeiz, ihre Leidenschaft für Musik und besonders ihr außergewöhnliches Gehör machen sie interessant. Ihre Entscheidungen und ihre Motivation waren für mich größtenteils nachvollziehbar. Gleichzeitig sorgen Echo, Léo und die anderen Figuren für interessante Dynamiken. Vor allem das Geheimnisvolle rund um Echo und Silentbound hat dafür gesorgt, dass ich unbedingt mehr erfahren wollte.

Für mich ist das Buch besonders interessant, weil Anne Lück hier bekannte Romantasy-Elemente mit einem ungewöhnlichen musikalischen Setting verbindet. Die Autorin, die bereits mit Reihen wie „Jewel & Blade“ und „Silver & Poison“ bekannt geworden ist, zeigt auch hier wieder, wie gut sich Romance und Fantasy miteinander verbinden lassen.

Fazit: „Songs of the Void – Echo der Stille“ ist ein atmosphärischer, geheimnisvoller und ungewöhnlicher Auftakt, der vor allem durch die Verbindung von Musik und Fantasy heraussticht. Trotz kleiner Längen konnte mich die Geschichte mit ihrer besonderen Stimmung und ihren interessanten Figuren überzeugen. Ich empfehle das Buch besonders Leser*innen, die Romantasy mögen, aber Lust auf ein etwas anderes Setting mit Musik, Mystery und einer ordentlichen Portion Geheimnisse haben.