Wenn Musik ihre Wirkung entfaltet

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
pelicant Avatar

Von

Das Buch "Songs of the Void" ist der erste Band einer Buchreihe.

Ein schön gestaltetes Cover in schwarz mit goldenen Akzenten und einer Tierkopfmaske hinterlässt einen guten ersten Eindruck. Der Farbschnitt greift die Art nochmal auf, ist hierbei zwar hübsch, aber eher neutral in der Aussage.

Grundsätzlich geht es um Musik und Gefühle. Man sollte ein gewisses Grundinteresse daran mitbringen, ansonsten ist das Buch wahrscheinlich sehr öde, denn hier dreht sich alles darum und es bestimmt auch den Großteil des "Magiesystems". Die Magie der Musik spielt eine zentrale Rolle und wird gekonnt von der Autorin in eine Welt voller Monster eingebettet.

Der Schreibstil ist solide und einfach, ich hätte mir eine etwas mehr melodiöse Artikulation gewünscht, die auch zum Thema passt. Ansonsten ist es gut verständlich und der Satzbau angenehm. Die Handlung verläuft grundsätzlich logisch und hat keine relevanten Fehler oder Lücken.

Die Protagonistin, Alize, ist eine junge Frau, die mit Musikern und deren Songs arbeitet. Das führt sie dann auch zu dem Protagonisten Echo, der seine Karriere als mysteriöser Sänger im -mehr oder weniger- Geheimen ausübt. So richtig Tiefe haben die Charaktere leider einbüßen müssen, was eventuell auch an der großen Anzahl an Nebencharakteren liegt. Hier kam ich dann an mancher Stelle doch etwas durcheinander. Die groben Züge und Eigenschaften von Alize und Echo sind gegeben und wer eher sein Augenmerk auf die Handlung legt, als auf die Charakterentwicklung, wird sicherlich nicht enttäuscht.

Etwas getriggert hat mich die inkonsistente Schreibweise der Namen. Die korrekte Verwendung diakritischer Zeichen war für mein Empfinden fragwürdig.

Insgesamt hat mir das Buch jedoch sehr gefallen und wer die Welt der Musiker liebt, kann hier durchaus in die Magie der Klänge eintauchen.