Ein packender Blick auf die Anfänge der zweiten Welle des Feminismus

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Zunächst wirkt das Geschehen auf die heutige Leserin überraschend vertraut: Zwei junge Studentinnen führen ein scheinbar freies Leben, so wie es auch heute junge Frauen kennen: Während die eine ein Jahr in Marokko verbringt, bricht die andere nach dem Tod des Vaters ihr Studium ab, um den familiären Winzerbetrieb am Kaiserstuhl zu übernehmen.

Doch Brigitte Glaser macht im Laufe der Leseprobe schnell deutlich, wie trügerisch diese Freiheit ist. Der Roman beleuchtet eindringlich die enormen gesellschaftlichen Hürden und Vorurteile, mit denen Frauen in den siebziger Jahren noch konfrontiert waren – in einer Zeit, in der sie oft nur als halbe Arbeitskraft galten.

Glaser bettet diese gesellschaftskritischen Themen geschickt in das politische Geschehen der Epoche ein. Ihr Schreibstil wirkt atmosphärisch und zieht das Publikum mitten in die damalige Zeit. Ein vielversprechender Roman, der Geschichte lebendig macht und mich sehr neugierig auf den weiteren Verlauf der Geschichte zurücklässt!