Johanna und Luzie - Zwei Frauen, ein Umbruch?
Das Cover ist zeitlos, ansprechend und passt mit der Sonne und der dem nachdenklichen Blick der Frau perfekt zum Titel und zum Klappentext. Brigitte Glaser schreibt sehr anschaulich und detailreich. Besonders die tollen Beschreibungen, um die weite Landschaft der Weinberge oder die Eindrücke in Marrakesch, haben mich in die 70er Jahre eintauchen lassen. Durch den Perspektivwechsel lernen wir Johanna und Luzie kennen. Johanna wirkt stark und muss sich in einer männerdominierten Welt behaupten. Das sie für den elterlichen Betrieb kämpft, macht sie sehr sympathisch und authentisch. Luzie ist eher durch die Rastlosigkeit und ihre innere Leere geprägt. Ihre Rückkehr und das Geheimnis, dass sie mit sich trägt, machen sie durchaus zu einer spannenden Figur. Durch die zwei unterschiedlichen Konflikte wird sehr gut die Spannung aufgebaut. Ich habe schon jetzt bei beiden Frauen mitgefiebert und bin sehr neugierig auf den weiteren Verlauf ihrer Geschichten. Ich würde das Buch gerne weiterlesen, weil mich sowohl die Fragen interessieren, wie Johanna ihren Betrieb gegen den Widerstand der Bank und die politischen Umbrüche halten kann, als auch, welches Schicksal Luzie nach ihrer Ankunft in Freiburg noch erwartet.