Starke Frauen und starke Entscheidungen!
Mein erster Eindruck von diesem Buch ist sehr positiv. Die Geschichte wirkt authentisch und zeigt, wie schwierig das Leben für viele Frauen in den 1970er-Jahren war. Besonders interessant finde ich, dass Johanna nach dem Tod ihres Vaters ihre Zukunft völlig neu gestalten muss und Verantwortung für den Familienbetrieb übernimmt. Dadurch verspricht die Handlung sowohl emotionale als auch gesellschaftliche Themen.
Der Schreibstil wirkt ruhig, bildhaft und gefühlvoll. Die ländliche Atmosphäre am Kaiserstuhl und das Leben auf dem Winzerhof lassen sich gut vorstellen. Gleichzeitig scheint das Buch wichtige Themen wie Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und den Protest gegen das geplante Kernkraftwerk aufzugreifen. Das macht die Geschichte abwechslungsreich und regt zum Nachdenken an.
Johanna und die anderen Frauen wirken authentisch und mutig. Besonders gefällt mir, dass sie sich trotz vieler Hindernisse nicht unterkriegen lassen und für ihre Überzeugungen kämpfen. Auch die Freundschaft zwischen Johanna und Luzie scheint eine wichtige Rolle zu spielen.
Ich erwarte eine bewegende Geschichte über Familie, Zusammenhalt und den Mut, für die eigenen Ziele einzustehen. Weiterlesen würde ich das Buch gerne, weil mich historische Romane mit starken Figuren und gesellschaftlich wichtigen Themen besonders interessieren.