Atomkraft, nein danke!

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tochteralice Avatar

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Der Slogan meiner Jugend! Wenngleich ich 1975 - im Alter von zarten zehn Jahren - noch nicht hinlänglich politisiert bzw. sozialisiert war, um hier mitzumischen und außerdem war Wyhl ganz schön weit weg von NRW.

Die Freundinnen Johanna und Luzie - beide in ihren Zwanzigern - beschreiten unterschiedliche Lebenswege: während Johanna unerwartet schwanger wird und aufgrund eines Todesfalles die heimischen Weinberge übernimmt, begibt sich Luzie - eigentlich Tochter aus reichem Hause und angehende Historikerin - zu Forschungszwecken nach Marokko.

Wieder vereint, finden sie sich rasch inmitten der Proteste gegen das beabsichtigte Kernkraftwerk in Wyhl wieder - aufgrund der Interessen der Weinbauern stößt Johanna hier auf wenig Gegenwind, bei Luzie hingegen befürworten große Teile ihrer reichen Familie das KKW. Und sie bekommt noch anderweitig Druck, Johanna hingegen steht wieder einmal vor Entscheidungen bezüglich ihrer Zukunft.

Für mich ein interessanter Roman über eine Zeit, die ich noch nicht so bewusst erlebt habe, gut recherchiert, durchaus interessant, manchmal aber etwas zu bunt gestaltet. Ein stärkerer Fokus auf Wyhl wäre aus meiner Sicht passender gewesen. Und das ziemlich offene Ende passte aus meiner Sicht gar nicht - ausser, es folgen weitere Bände zu dem Thema!