Atomkraft? Nein danke
Atomkraft? Nein danke
Johanna und Luzie sind seit ihrer Schulzeit Freundinnen und hatten während des Studiums zusammen eine WG. Im Januar 1975 nach dem plötzlichen Tod des Vaters, muß Johanna ihr Studium abbrechen und zurück an den Kaiserstuhl, um den Weinbaubetrieb der Familie zu übernehmen. Luzie hingegen tritt stattdessen alleine die geplante Forschungsreise nach Marokko an. Die Freundschaft hatte in letzter Zeit wegen eines Mannes sehr gelitten. Johanna hat es nun in der Provinz wahrlich nicht leicht - ledig und schwanger. Sie und Mutter/Großmutter müssen am Hof ihren Mann stehen, hart arbeiten, aber als Geschäftspartnerin wird Johanna nicht ernst genommen. So will ihr der Bankdirektor keinen Kredit für den Zukauf von Land gewähren, sondern ein Großwinzer soll den Zuschlag erhalten. Außerdem formieren sich Bürgerinitiativen mit Demonstrationen bezüglich des geplanten AKWs in Whyl. Das stellt eine echte Bedrohung für die Bauern/Winzer dar und Johanna engagiert sich aktiv. Mittlerweile ist ihre Freundin Luzie aus Marokko zurückgekehrt und man erfährt parallel dazu ihre Eindrücke der Reise. Sie kommt aus einer gut situierten Familie, zu ihnen hat sie aber nicht den besten Draht, so daß sie bei Johanna Unterschlupf findet. Luzie beteiligt sich ebenfalls an den Aktionen gegen das AKW und hierzu spannt sich ein Parallelstrang, den ich nicht näher ausführen möchte. Dadurch steht die Freundschaft zwischen Johanna und Luzie wieder auf dem Spiel.
Ich hatte schon einige Bücher von Brigitte Glaser gelesen und weiß um ihre intensiven Recherchen zum jeweiligen Thema. Der Schreibstil ist angenehm und der Roman läßt sich flüssig lesen. Auch in diesem Buch hat sie den Zeitgeist, die Musik, die Stimmung gegen das AKWs und vor allem die politische Lage authentisch beschrieben. Auch die Freundschaft zwischen Frauen, die Stellung der Frau bzw. die Nichtakzeptanz wurde gut ausgearbeitet. Der Roman wechselt in der Erzählweise von Johanna zu Luzie, das sorgt für eine gewisse Spannung, denn mal will wissen, wie es weitergeht. Allerdings hat mich die Beschreibung der Marokkoreise nicht so sehr gefesselt, für mich stand der Part in Deutschland im Vordergrund. Ich hatte bis zum Ende eine gewisse Distanz zu den Figuren, so richtig nahe kamen sie mir beide nicht. Unbedingt lesen sollte man das informative Nachwort. Das Cover finde ich persönlich nicht so gut getroffen, mir hätte ein Bild von ZWEI Frauen besser gefallen.
Von mir bekommt der Roman eine Leseempfehlung!
Johanna und Luzie sind seit ihrer Schulzeit Freundinnen und hatten während des Studiums zusammen eine WG. Im Januar 1975 nach dem plötzlichen Tod des Vaters, muß Johanna ihr Studium abbrechen und zurück an den Kaiserstuhl, um den Weinbaubetrieb der Familie zu übernehmen. Luzie hingegen tritt stattdessen alleine die geplante Forschungsreise nach Marokko an. Die Freundschaft hatte in letzter Zeit wegen eines Mannes sehr gelitten. Johanna hat es nun in der Provinz wahrlich nicht leicht - ledig und schwanger. Sie und Mutter/Großmutter müssen am Hof ihren Mann stehen, hart arbeiten, aber als Geschäftspartnerin wird Johanna nicht ernst genommen. So will ihr der Bankdirektor keinen Kredit für den Zukauf von Land gewähren, sondern ein Großwinzer soll den Zuschlag erhalten. Außerdem formieren sich Bürgerinitiativen mit Demonstrationen bezüglich des geplanten AKWs in Whyl. Das stellt eine echte Bedrohung für die Bauern/Winzer dar und Johanna engagiert sich aktiv. Mittlerweile ist ihre Freundin Luzie aus Marokko zurückgekehrt und man erfährt parallel dazu ihre Eindrücke der Reise. Sie kommt aus einer gut situierten Familie, zu ihnen hat sie aber nicht den besten Draht, so daß sie bei Johanna Unterschlupf findet. Luzie beteiligt sich ebenfalls an den Aktionen gegen das AKW und hierzu spannt sich ein Parallelstrang, den ich nicht näher ausführen möchte. Dadurch steht die Freundschaft zwischen Johanna und Luzie wieder auf dem Spiel.
Ich hatte schon einige Bücher von Brigitte Glaser gelesen und weiß um ihre intensiven Recherchen zum jeweiligen Thema. Der Schreibstil ist angenehm und der Roman läßt sich flüssig lesen. Auch in diesem Buch hat sie den Zeitgeist, die Musik, die Stimmung gegen das AKWs und vor allem die politische Lage authentisch beschrieben. Auch die Freundschaft zwischen Frauen, die Stellung der Frau bzw. die Nichtakzeptanz wurde gut ausgearbeitet. Der Roman wechselt in der Erzählweise von Johanna zu Luzie, das sorgt für eine gewisse Spannung, denn mal will wissen, wie es weitergeht. Allerdings hat mich die Beschreibung der Marokkoreise nicht so sehr gefesselt, für mich stand der Part in Deutschland im Vordergrund. Ich hatte bis zum Ende eine gewisse Distanz zu den Figuren, so richtig nahe kamen sie mir beide nicht. Unbedingt lesen sollte man das informative Nachwort. Das Cover finde ich persönlich nicht so gut getroffen, mir hätte ein Bild von ZWEI Frauen besser gefallen.
Von mir bekommt der Roman eine Leseempfehlung!