Aufstand im Paradies
Im Alter von 50 Jahren habe ich im Jahr 2009 das erste Mal den Kaiserstuhl besucht und mich als Thüringerin direkt in diese Region verliebt. Mir erschien diese landschaftlich so reiche Gegend wunderschön und die vom Weinanbau lebenden Menschen mit ihrem allemanischen Geschwätz so freundlich- ein Paradies auf Erden.
Als 2022 das Buch "Kaiserstuhl" von Brigitte Glaser auf den Markt kam, musste ich es sofort lesen und war begeistert. Seitdem verfolge ich das Schaffen dieser Autorin und habe mich sofort für "Sonnenberg" beworben.
Die Autorin hat es erneut geschafft, mich mitzureißen. Als Ostdeutsche hatte ich von den Plänen um den Bau eines Kernkraftwerkes am Kaiserstuhl und der dagegen gerichteten Protestbewegung in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts noch nie etwas gehört. Wie ich erkennen musste, können auch die Kaiserstühler erfolgreich eine kleine Revolution gewaltfrei und engagiert für eine gute Sache führen. "Hut ab" noch heute für diesen Mut.
Wie bereits in ihren vorangegangenen historischen Romanen gelingt es der Autorin erneut, die Leser mittels der Geschichte zweier recht gegensätzlicher Freundinnen während der Protestbewegung 1975 für die historischen Ereignisse damals zu interessieren. Ich habe mich in den beiden Frauen sofort wiedergefunden. Obwohl ich rund 5 Jahre jünger bin und aus Ostdeutschland komme, konnte ich mich mit Johanna und Luzie identifizieren. Auch die geschilderten Ortschaften kenne ich von meinen inzwischen recht zahlreichen Besuchen am Kaiserstuhl sehr gut wieder. In Ihringen befindet sich unser Stammquartier, in Burgkheim, dem Wohnort von Dr. Sänger, haben wir dieses Jahr den Vatertag verbracht und auch in Endingen sind wir erst im Mai über den Markt geschlendert. Nur Wyhl- das sagte mir bisher nichts.
Am meisten begeistert war ich von dem allemanischen Gerede der Einheimischen. Das war im Buch "Kaiserstuhl" noch nicht so augeprägt, trägt aber gut zur Authentizität der Geschichte bei.
Brigitte Glaser ist mit diesem Buch eine interessante, spannende Abhandlung der damaligen Ereignisse, ein Zeugnis der Ursprünge der Umweltbewegung in der damaligen BRD, aber auch ein Zeugnis der Frauenbewegung in diesem Teil Deutschlands gelungen.
Dem Schlusswort der Autorin im Nachwort:
"Ich finde, in Zeiten des Hasses und der Hysterie brauchen wir Geschichten, die Mut machen , einen anderen Weg zu gehen.Und Wyhl ist dafür eine verdammt gute Geschichte." kann ich mich nur anschließen.
Als 2022 das Buch "Kaiserstuhl" von Brigitte Glaser auf den Markt kam, musste ich es sofort lesen und war begeistert. Seitdem verfolge ich das Schaffen dieser Autorin und habe mich sofort für "Sonnenberg" beworben.
Die Autorin hat es erneut geschafft, mich mitzureißen. Als Ostdeutsche hatte ich von den Plänen um den Bau eines Kernkraftwerkes am Kaiserstuhl und der dagegen gerichteten Protestbewegung in den 70-er Jahren des letzten Jahrhunderts noch nie etwas gehört. Wie ich erkennen musste, können auch die Kaiserstühler erfolgreich eine kleine Revolution gewaltfrei und engagiert für eine gute Sache führen. "Hut ab" noch heute für diesen Mut.
Wie bereits in ihren vorangegangenen historischen Romanen gelingt es der Autorin erneut, die Leser mittels der Geschichte zweier recht gegensätzlicher Freundinnen während der Protestbewegung 1975 für die historischen Ereignisse damals zu interessieren. Ich habe mich in den beiden Frauen sofort wiedergefunden. Obwohl ich rund 5 Jahre jünger bin und aus Ostdeutschland komme, konnte ich mich mit Johanna und Luzie identifizieren. Auch die geschilderten Ortschaften kenne ich von meinen inzwischen recht zahlreichen Besuchen am Kaiserstuhl sehr gut wieder. In Ihringen befindet sich unser Stammquartier, in Burgkheim, dem Wohnort von Dr. Sänger, haben wir dieses Jahr den Vatertag verbracht und auch in Endingen sind wir erst im Mai über den Markt geschlendert. Nur Wyhl- das sagte mir bisher nichts.
Am meisten begeistert war ich von dem allemanischen Gerede der Einheimischen. Das war im Buch "Kaiserstuhl" noch nicht so augeprägt, trägt aber gut zur Authentizität der Geschichte bei.
Brigitte Glaser ist mit diesem Buch eine interessante, spannende Abhandlung der damaligen Ereignisse, ein Zeugnis der Ursprünge der Umweltbewegung in der damaligen BRD, aber auch ein Zeugnis der Frauenbewegung in diesem Teil Deutschlands gelungen.
Dem Schlusswort der Autorin im Nachwort:
"Ich finde, in Zeiten des Hasses und der Hysterie brauchen wir Geschichten, die Mut machen , einen anderen Weg zu gehen.Und Wyhl ist dafür eine verdammt gute Geschichte." kann ich mich nur anschließen.