Der Kampf zweier Freundinnen um Recht

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bücherwelt1952 Avatar

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Meine Meinung zur Autorin und Buch
Von Brigitte Glaser, habe ich schon einige sehr gute Romane gelesen, und war jedesmal sehr beeindruckt, von ihrer Recherche, auch dieser neue Roman war sehr spannend und interessant erzählt. 1975 war ich 23 Jahre, deshalb war mir das ganze vertraut, und war interessant wieder abzutauchen in die damalige Zeit. Ja wir Frauen hatten damals noch nicht viel zusagen, spiegelt auch die damalige Vergangenheit sehr gut da. Auch die Proteste gegen das Kernkraftwerk, waren sehr gut herausgearbeitet, heute sehe ich es mit anderen Augen, was sich da abspielte.
Ihr Schreibstil ist sehr emotional, bildhaft und hervorragend erzählt, auch wenn einige fiktive Personen darin erwähnt werden scheinen sie sehr glaubwürdig und Authentisch. Hier lernt man den Kaiserstuhl richtig kennen.

Johanna und ihre Freundin Luzie sind gute Freundinnen, auch wenn sie nicht unterschiedlicher nicht sein könnten. Johanna Winzertochter , wird ausgegrenzt als sie das Gymnasium besucht, nur Luzie aus angesehenen reichen Elternhaus hält zu ihr. Sie werden Freundinnen, gehen durch dick und dünn, aber kaum hat Johanna ihr Abitur , stirbt der Vater überraschend und sie muss den Betrieb weiterführen. Der große Traum mit Luzie nach Marokko zu reisen ist zu Ende. Luzie zieht alleine los, dann wird Johanna auch noch ungewollt schwanger, damals noch eine Schande auf dem Land, da ihr Freund auf und davon ist. Aber Johanna kämpft sich durch, führt den Betrieb und liebt ihre kleine Betty. Da taucht plötzlich Luzie bei ihr auf, die aus Marokko zurück ist, und wieder Krach zu Hause hat. Sie zieht bei Johanna und ihrer Mutter und Oma ein. Plötzlich erkennen sie das sie einiges gemeinsam erreichen können, sie schließen sich den protestierenden Studenten, Winzern und Bauern an, Sie wollen gemeinsam den Bau des Atomkraftwerks in Wyhl verhindern, die besetzten den Platz.
Es war richtig interessant darüber ausführlich zu erfahren, von ihren Kämpfen und Erfahrungen, das anlegen mit Politikern, den Eigentümern des Werkes . Ein großer kräftezehrender Kampf beginnt. Dann noch der Kampf mit der Bank um den Kredit den Weinberg Sonnenberg zu kaufen. Luzie war mir am Anfang etwas unsympathisch durch ihren brodelnden Leichtsinn, Johanna dagegen wirkte bodenständig und erwachsen. Aber am Ende sind beide gewachsen, durch ihren Kampf gegen die Atomkraft.