Frauenpower und Aufbruch in den 70ern

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carina_s Avatar

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Sonnenberg hat mir besonders durch die Verbindung aus historischen Ereignissen und starken Frauen gefallen. Johanna muss nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters ihr Studium aufgeben und den elterlichen Winzerbetrieb am Kaiserstuhl übernehmen. Und das in einer Zeit, in der Frauen längst nicht die gleichen Möglichkeiten und die gleiche Anerkennung bekommen wie Männer.
Genau diese Seite der Geschichte fand ich besonders interessant. Ich liebe Female Empowerment und davon steckt hier einiges drin. Johanna lässt sich nicht vorschreiben, wie sie als Frau zu leben hat, zieht ihre Tochter ohne Partner groß und kämpft darum, als Winzerin ernst genommen zu werden. Auch ihre Freundin Luzie geht ihren eigenen Weg und entspricht nicht unbedingt dem Frauenbild, das damals von ihr erwartet wurde.
Dazu kommt der Widerstand gegen das geplante Atomkraftwerk in Wyhl. Mir hat gefallen, dass dabei nicht nur die politischen Ereignisse im Mittelpunkt stehen, sondern vor allem die Menschen und insbesondere die Frauen, die sich engagieren und gemeinsam etwas verändern wollen.
Auch die Freundschaft zwischen Johanna und Luzie spielt eine wichtige Rolle. Beide entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen und tragen außerdem ein Geheimnis mit sich herum, das ihre Freundschaft auf die Probe stellt.
Zwischendurch hätte die Geschichte für mich etwas mehr Tempo haben dürfen, insgesamt fand ich die Mischung aus Freundschaft, gesellschaftlichem Wandel, Umweltschutz und Frauenpower aber sehr gelungen.