Freundschaft und Widerstand
Der Roman „Sonnenberg“ der Autorin Brigitte Glaser veröffentlicht vom List Verlag umfasst in der Hardcover Ausgabe 446 Seiten. Das Cover ist eher schlicht, hätte passend zur Geschichte noch etwas auffälliger gestaltet sein können.
Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel der beiden Freundinnen Johanna und Luzie erzählt Johanna kehrt nach dem Tod ihres Vaters zu ihrer Familie zurück und lebt dort mit drei Generationen (ihrer Tochter, ihrer Mutter und ihrer Großmutter) unter einem Dach. Dabei wird sie immer wieder mit traditionellen Rollenbildern und den Erwartungen ihrer Familie konfrontiert. Johanna ist ein ruhiger, verantwortungsbewusster und eher zurückhaltender Charakter, der gleichzeitig auch eine abenteuerlustige Seite hat.
Ihre Freundin Luzie könnte kaum unterschiedlicher sein. Sie ist offen, klug, neugierig und abenteuerlustig und hat ein Jahr in Marokko verbracht. Anfangs war sie mir allerdings etwas unsympathisch, da sie auf mich teilweise chaotisch und etwas ichbezogen wirkte und nicht immer viel Rücksicht auf andere genommen hat. Je mehr man sie und ihre Geschichte kennenlernt, desto besser konnte ich ihr Verhalten jedoch verstehen.
Neben der persönlichen Geschichte nimmt auch die politische und gesellschaftliche Entwicklung der damaligen Zeit viel Raum ein. Vor allem im ersten Teil geht es um das Winzer*innenleben, den geplanten Bau von KKWs, Besetzungen und verschiedene Widerstandsbewegungen. Auch der Rifkabylenkrieg und Luzies Zeit in Marokko werden immer wieder aufgegriffen. Es wurden teilweise auch Aussagen in baden-württembergischen Dialekt geschrieben, das hat die Geschichte für mich authentischer wirken lassen und ihren regionalen Bezug immer wieder hervorgehoben.
Die Geschichte bleibt über weite Strecken spannend, da immer wieder neue Informationen und Aspekte eingebaut werden, die man zunächst nicht vorhersehen kann und die erst im Laufe der Handlung erklärt werden. Gleichzeitig gab es für mich aber auch einige längere Passagen, besonders im letzten Teil, die sich etwas gezogen haben und für mich vorhersehbar waren.
Insgesamt hat mir „Sonnenberg“ gut gefallen. Besonders mochte ich die Verbindung aus Familiengeschichte, Freundschaft und den politischen Ereignissen der 1970er Jahre. Auch wenn die Spannung für mich gegen Ende etwas nachgelassen hat, war es insgesamt eine abwechslungsreiche und schöne Geschichte.
Die Geschichte wird aus dem Blickwinkel der beiden Freundinnen Johanna und Luzie erzählt Johanna kehrt nach dem Tod ihres Vaters zu ihrer Familie zurück und lebt dort mit drei Generationen (ihrer Tochter, ihrer Mutter und ihrer Großmutter) unter einem Dach. Dabei wird sie immer wieder mit traditionellen Rollenbildern und den Erwartungen ihrer Familie konfrontiert. Johanna ist ein ruhiger, verantwortungsbewusster und eher zurückhaltender Charakter, der gleichzeitig auch eine abenteuerlustige Seite hat.
Ihre Freundin Luzie könnte kaum unterschiedlicher sein. Sie ist offen, klug, neugierig und abenteuerlustig und hat ein Jahr in Marokko verbracht. Anfangs war sie mir allerdings etwas unsympathisch, da sie auf mich teilweise chaotisch und etwas ichbezogen wirkte und nicht immer viel Rücksicht auf andere genommen hat. Je mehr man sie und ihre Geschichte kennenlernt, desto besser konnte ich ihr Verhalten jedoch verstehen.
Neben der persönlichen Geschichte nimmt auch die politische und gesellschaftliche Entwicklung der damaligen Zeit viel Raum ein. Vor allem im ersten Teil geht es um das Winzer*innenleben, den geplanten Bau von KKWs, Besetzungen und verschiedene Widerstandsbewegungen. Auch der Rifkabylenkrieg und Luzies Zeit in Marokko werden immer wieder aufgegriffen. Es wurden teilweise auch Aussagen in baden-württembergischen Dialekt geschrieben, das hat die Geschichte für mich authentischer wirken lassen und ihren regionalen Bezug immer wieder hervorgehoben.
Die Geschichte bleibt über weite Strecken spannend, da immer wieder neue Informationen und Aspekte eingebaut werden, die man zunächst nicht vorhersehen kann und die erst im Laufe der Handlung erklärt werden. Gleichzeitig gab es für mich aber auch einige längere Passagen, besonders im letzten Teil, die sich etwas gezogen haben und für mich vorhersehbar waren.
Insgesamt hat mir „Sonnenberg“ gut gefallen. Besonders mochte ich die Verbindung aus Familiengeschichte, Freundschaft und den politischen Ereignissen der 1970er Jahre. Auch wenn die Spannung für mich gegen Ende etwas nachgelassen hat, war es insgesamt eine abwechslungsreiche und schöne Geschichte.