Nicht ganz so wie erwartet
Der Roman um die beiden Protagonistinnen Johanna und Luzie und den geplanten Bau des Atomkraftwerks in Whyl spielt in 1975. Eine Zeit in der Frauen (noch) nicht wahrgenommen wurden, Männer immer im Vordergrund standen und ihre Macht ausspielten und die erste Demonstration gegen die Kernkraft entstand. Diese setzte eine unglaubliche (Frauen-) Bewegung in Gang. Wie immer, sind die historischen Bezüge von der Autorin sehr gut recherchiert und (leider ) auch sehr detailliert wiedergegeben, was sich für meinen Geschmack etwas zäh gelesen hat. Dabei ist auch die Geschichte der beiden Freundinnen in den Hintergrund gerückt und hat somit das erzählerische hinter sich gelassen. Gerne hätte ich mehr davon gelesen, wie eine junge Frau damals als Winzerin das WEingut bewirtschaftete. Auch die Geschichte um Luzie, reduziert sich nur auf ihre Marokko-Erfahrung. Die Freundschaft der beiden, liest sich für mich nur "angerissen" und lässt sie nicht so recht überzeugend darstellen. Im Vordergrund steht auf jeden Fall die Bewegung gegen das KKW und deren detailliert beschriebene Organisation.
Schade, im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin, hätte ich doch mehr erwartet.
Schade, im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin, hätte ich doch mehr erwartet.