Spannende Zeitgeschichte mit kleinen Längen
Ich mag die Bücher von Brigitte Glaser sehr gerne, weil sie deutsche Geschichte lebendig und greifbar macht. Auch „Sonnenberg“ hat mich deshalb schnell in seinen Bann gezogen.
Besonders gefallen hat mir der historische Hintergrund rund um den Widerstand gegen das geplante Atomkraftwerk am Kaiserstuhl. Diese Zeit habe ich selbst nicht miterlebt und wusste bisher wenig darüber. Spannend fand ich auch die Einblicke in die Lebenswelt junger Frauen in den 1970er-Jahren und ihre Kämpfe um Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Akzeptanz. Die Verbindung zwischen den politischen Ereignissen und Johannas persönlichem Lebensweg funktioniert für mich dabei gut.
Allerdings ist „Sonnenberg“ für mich nicht Glasers stärkstes Buch. An einigen Stellen zieht sich die Handlung etwas, wodurch für mich der Lesefluss verloren ging. Auch manche Gedanken der Figuren haben mich irritiert. Besonders befremdlich fand ich eine Szene nach der Polizeigewalt gegen Luzie, in der sie darüber nachdenkt, dass ihr nun vermutlich der Sex in den nächsten Tagen wehtun würde. Dieser Gedanke wirkte auf mich in der Situation sehr unpassend und hat mich aus der Geschichte herausgebracht.
Insgesamt dennoch ein lesenswerter historischer Roman über Protest, Frauenrechte und Selbstbestimmung in den 1970er-Jahren – mit einigen Längen, aber einem Thema, das zum Nachdenken anregt. Für Fans von Brigitte Glaser und historischen Romanen mit gesellschaftlichem Hintergrund empfehlenswert.
Besonders gefallen hat mir der historische Hintergrund rund um den Widerstand gegen das geplante Atomkraftwerk am Kaiserstuhl. Diese Zeit habe ich selbst nicht miterlebt und wusste bisher wenig darüber. Spannend fand ich auch die Einblicke in die Lebenswelt junger Frauen in den 1970er-Jahren und ihre Kämpfe um Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Akzeptanz. Die Verbindung zwischen den politischen Ereignissen und Johannas persönlichem Lebensweg funktioniert für mich dabei gut.
Allerdings ist „Sonnenberg“ für mich nicht Glasers stärkstes Buch. An einigen Stellen zieht sich die Handlung etwas, wodurch für mich der Lesefluss verloren ging. Auch manche Gedanken der Figuren haben mich irritiert. Besonders befremdlich fand ich eine Szene nach der Polizeigewalt gegen Luzie, in der sie darüber nachdenkt, dass ihr nun vermutlich der Sex in den nächsten Tagen wehtun würde. Dieser Gedanke wirkte auf mich in der Situation sehr unpassend und hat mich aus der Geschichte herausgebracht.
Insgesamt dennoch ein lesenswerter historischer Roman über Protest, Frauenrechte und Selbstbestimmung in den 1970er-Jahren – mit einigen Längen, aber einem Thema, das zum Nachdenken anregt. Für Fans von Brigitte Glaser und historischen Romanen mit gesellschaftlichem Hintergrund empfehlenswert.