Vielversprechender Anfang, später leider zu zäh
Vielversprechender Anfang, später leider zu zäh
Nach der Leseprobe war ich wirklich neugierig auf Sonnenberg. Der Einstieg mit Johanna und Luzie hatte mir gut gefallen. Die beiden unterschiedlichen Frauen, das Jahr 1975 und der historische Hintergrund machten mich neugierig darauf, wie sich ihre Geschichten weiterentwickeln würden.
Besonders Johannas Geschichte fand ich anfangs interessant. Nach dem Tod ihres Vaters muss sie plötzlich Verantwortung für den Weinbaubetrieb übernehmen und sich in einer Welt behaupten, die zu dieser Zeit noch sehr von Männern bestimmt wird. Auch Luzie ist ganz anders und gerade dieser Gegensatz zwischen den beiden Frauen hat mir gefallen.
Leider konnte das Buch dieses Gefühl bei mir nicht bis zum Ende halten. Im Laufe der Geschichte rückte die Protestbewegung gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl immer stärker in den Mittelpunkt. Natürlich gehört dieser Teil zur Geschichte und man merkt, dass Brigitte Glaser sehr viel recherchiert hat. Für mich waren die politischen Hintergründe, Vorbereitungen und Auseinandersetzungen irgendwann aber einfach zu ausführlich. Ich hätte gerne noch mehr über Johanna und Luzie und ihre persönlichen Geschichten gelesen.
Auch die vielen Wechsel zwischen den Personen, Orten und einzelnen Handlungssträngen haben mir das Lesen mit der Zeit schwerer gemacht. Anfangs fand ich das noch abwechslungsreich, später hat es meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Einige Passagen haben sich für mich ziemlich gezogen und ich musste mich zwischendurch tatsächlich zum Weiterlesen motivieren.
Das fand ich besonders schade, weil ich mir nach der Leseprobe wirklich mehr von dem Buch versprochen hatte. Die Verbindung von Zeitgeschichte, Frauenleben und Freundschaft finde ich nach wie vor spannend. Auch Emanzipation und gesellschaftlicher Wandel spielen eine wichtige Rolle und passen sehr gut in diese Zeit. Für mich rückten die persönlichen Geschichten der beiden Frauen im Laufe des Romans aber zu sehr in den Hintergrund.
Wer sich besonders für die Anti Atomkraft Bewegung der 1970er Jahre und die damaligen gesellschaftlichen Veränderungen interessiert, wird an Sonnenberg wahrscheinlich mehr Freude haben. Mich persönlich hat das Buch nach einem vielversprechenden Anfang leider immer mehr verloren.
Nach der Leseprobe war ich wirklich neugierig auf Sonnenberg. Der Einstieg mit Johanna und Luzie hatte mir gut gefallen. Die beiden unterschiedlichen Frauen, das Jahr 1975 und der historische Hintergrund machten mich neugierig darauf, wie sich ihre Geschichten weiterentwickeln würden.
Besonders Johannas Geschichte fand ich anfangs interessant. Nach dem Tod ihres Vaters muss sie plötzlich Verantwortung für den Weinbaubetrieb übernehmen und sich in einer Welt behaupten, die zu dieser Zeit noch sehr von Männern bestimmt wird. Auch Luzie ist ganz anders und gerade dieser Gegensatz zwischen den beiden Frauen hat mir gefallen.
Leider konnte das Buch dieses Gefühl bei mir nicht bis zum Ende halten. Im Laufe der Geschichte rückte die Protestbewegung gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl immer stärker in den Mittelpunkt. Natürlich gehört dieser Teil zur Geschichte und man merkt, dass Brigitte Glaser sehr viel recherchiert hat. Für mich waren die politischen Hintergründe, Vorbereitungen und Auseinandersetzungen irgendwann aber einfach zu ausführlich. Ich hätte gerne noch mehr über Johanna und Luzie und ihre persönlichen Geschichten gelesen.
Auch die vielen Wechsel zwischen den Personen, Orten und einzelnen Handlungssträngen haben mir das Lesen mit der Zeit schwerer gemacht. Anfangs fand ich das noch abwechslungsreich, später hat es meinen Lesefluss immer wieder unterbrochen. Einige Passagen haben sich für mich ziemlich gezogen und ich musste mich zwischendurch tatsächlich zum Weiterlesen motivieren.
Das fand ich besonders schade, weil ich mir nach der Leseprobe wirklich mehr von dem Buch versprochen hatte. Die Verbindung von Zeitgeschichte, Frauenleben und Freundschaft finde ich nach wie vor spannend. Auch Emanzipation und gesellschaftlicher Wandel spielen eine wichtige Rolle und passen sehr gut in diese Zeit. Für mich rückten die persönlichen Geschichten der beiden Frauen im Laufe des Romans aber zu sehr in den Hintergrund.
Wer sich besonders für die Anti Atomkraft Bewegung der 1970er Jahre und die damaligen gesellschaftlichen Veränderungen interessiert, wird an Sonnenberg wahrscheinlich mehr Freude haben. Mich persönlich hat das Buch nach einem vielversprechenden Anfang leider immer mehr verloren.