Zwischen Tradition, Träumen und Protest
Obwohl ich zu der erzählten Zeit noch gar nicht auf der Welt war, hat mich Sonnenberg von Brigitte Glaser sofort angesprochen. Ich liebe es einfach, wenn fiktive Geschichten vor ein echtes historisches Setting gestellt und so packend in die deutsche Geschichte eingeordnet werden. Genau das macht für mich den besonderen Reiz dieses Romans aus.
Die Geschichte führt uns an den Kaiserstuhl und zeigt die emotionalen Spannungen während der Anti-Atomkraft-Proteste der 1970er Jahre. Im Mittelpunkt steht Johanna, eine junge Winzerin. Nach dem frühen Tod ihres Vaters muss sie den familiären Betrieb übernehmen. Dieser erzwungene Rollenwechsel in eine männergeprägte Welt passt so gar nicht zu ihrem großen Freiheitsdrang. Ich konnte mich wunderbar in Johanna hineinversetzen und ihren ständigen Spagat zwischen den Erwartungen der Gesellschaft und ihren eigenen Träumen total gut nachempfinden.
Der Kampf gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl wird für sie zu einer echten Chance, für ihre eigene Zukunft einzustehen. Spannend ist auch ihre Freundschaft zu Luzie: Während Johanna auf dem Weingut Verantwortung trägt, zieht es Luzie als unruhige Abenteurerin in die Welt. Durch unglückliche Umstände gerät Luzie in die Fänge des Staatsschutzes und muss als Spitzelin in der Bewegung arbeiten. Das stellt die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, bildhaft und voller emotionaler Tiefe, was die Dialoge wunderbar lebendig wirken lässt. Auch wenn der Einstieg in das Buch anfangs etwas langsam war und sich für mich ein wenig zäh anfühlte, hat sich das Warten absolut gelohnt. Sobald die Konflikte an Fahrt aufnehmen, bleibt man als Leserin emotional völlig gefesselt. Der Höhepunkt mitten im Protestgeschehen und die anschließende, ruhigere Phase bis zum nachdenklichen Ende sind sehr stimmig aufgebaut.
Das Buch hat ein paar kleine Längen zu Beginn und behandelt viele komplexe Themen gleichzeitig, aber die starke emotionale Tiefe und die faszinierende Einbettung in die deutsche Geschichte machen das mehr als wett. Besonders ans Herz legen möchte ich den Roman allen, die historische Romane mit starken Frauenfiguren mögen und sich für die Aufbruchsstimmung vergangener Jahrzehnte begeistern können.
Die Geschichte führt uns an den Kaiserstuhl und zeigt die emotionalen Spannungen während der Anti-Atomkraft-Proteste der 1970er Jahre. Im Mittelpunkt steht Johanna, eine junge Winzerin. Nach dem frühen Tod ihres Vaters muss sie den familiären Betrieb übernehmen. Dieser erzwungene Rollenwechsel in eine männergeprägte Welt passt so gar nicht zu ihrem großen Freiheitsdrang. Ich konnte mich wunderbar in Johanna hineinversetzen und ihren ständigen Spagat zwischen den Erwartungen der Gesellschaft und ihren eigenen Träumen total gut nachempfinden.
Der Kampf gegen das geplante Kernkraftwerk in Wyhl wird für sie zu einer echten Chance, für ihre eigene Zukunft einzustehen. Spannend ist auch ihre Freundschaft zu Luzie: Während Johanna auf dem Weingut Verantwortung trägt, zieht es Luzie als unruhige Abenteurerin in die Welt. Durch unglückliche Umstände gerät Luzie in die Fänge des Staatsschutzes und muss als Spitzelin in der Bewegung arbeiten. Das stellt die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, bildhaft und voller emotionaler Tiefe, was die Dialoge wunderbar lebendig wirken lässt. Auch wenn der Einstieg in das Buch anfangs etwas langsam war und sich für mich ein wenig zäh anfühlte, hat sich das Warten absolut gelohnt. Sobald die Konflikte an Fahrt aufnehmen, bleibt man als Leserin emotional völlig gefesselt. Der Höhepunkt mitten im Protestgeschehen und die anschließende, ruhigere Phase bis zum nachdenklichen Ende sind sehr stimmig aufgebaut.
Das Buch hat ein paar kleine Längen zu Beginn und behandelt viele komplexe Themen gleichzeitig, aber die starke emotionale Tiefe und die faszinierende Einbettung in die deutsche Geschichte machen das mehr als wett. Besonders ans Herz legen möchte ich den Roman allen, die historische Romane mit starken Frauenfiguren mögen und sich für die Aufbruchsstimmung vergangener Jahrzehnte begeistern können.