Ernstes Thema in Leichtigkeit verpackt

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missmarie Avatar

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Ich gebe es zu: Auf dieses Buch bin ich vor allem wegen des farbenfrohen, ungewöhnlichen Covers aufmerksam geworden. Es passt perfekt zu der Geschichte, kann ich nach der Lektüre der Leseprobe sagen. Die drei Freundinnen, um die es in "Spielverderberin" geht, werden mit den drei bunten Schuhen sehr treffend symbolisiert.
Schlägt man Marie Menkes Debüt auf, fällt sofort die Leichtigkeit des Erzählers auf. Schon nach wenigen Sätzen findet sich der Leser auf der Dorfstraße wieder, auf der Sophie gerade den Fiat ihres Opas wenden will. Genau diese Leichtigkeit hilft es auch, die potentiell unangenehme Situation, die geschildert wird, auszuhalten: Eine alte Freundin wiedertreffen, die man lange nicht gesehen hat. Irgendwo zwischen "An die alten Zeiten anknüpfen wollen" und "Eigentlich haben wir uns gar nichts mehr zu sagen".
Der Beginn des Buches macht definitiv Lust auf mehr und weckt Interesse daran, wie es mit den Frauen weitergeht.