Freundschaft und Schuld
Die Leseprobe zu „Spielverderberin“ hat mich direkt in eine sehr angespannte und fast schon beklemmende Stimmung versetzt. Man lernt die Erzählerin kennen, die ihre frühere Freundin Lotte im alten Fiat ihres Großvaters abholt, um mit ihr nach Köln zu fahren. Die Hitze im Auto und das klebrige Kunstleder der Sitze sind so gut beschrieben, dass man das Unbehagen der Protagonistin richtig körperlich mitfühlt.
Es ist offensichtlich, dass zwischen den beiden Frauen etwas Schlimmes passiert sein muss, das mit einer dritten Person namens Romy zu tun hat. Die Erzählerin scheint regelrecht Angst vor Lotte zu haben oder zumindest vor den Erinnerungen, die Lotte in ihr auslöst. Besonders stark fand ich die Szene, in der sie nachts schweißgebadet aufwacht und auf Instagram alte Bilder von Romy ansieht – Fotos aus Lappland mit Huskies und kleinen Setzlingen. Das wirkt alles sehr geheimnisvoll und melancholisch.
Der Schreibstil ist eher ruhig, aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Die Autorin schafft es mit wenigen Worten, eine große Distanz zwischen den Charakteren aufzubauen, obwohl sie nebeneinander im Auto sitzen. Ich möchte unbedingt wissen, was damals passiert ist, als Romy ging, und warum die Erzählerin es nicht ertragen kann, Lotte in ihrer WG aufzunehmen. Ein wirklich fesselnder Anfang für alle, die psychologische Romane über Freundschaft und Schuld mögen.
Es ist offensichtlich, dass zwischen den beiden Frauen etwas Schlimmes passiert sein muss, das mit einer dritten Person namens Romy zu tun hat. Die Erzählerin scheint regelrecht Angst vor Lotte zu haben oder zumindest vor den Erinnerungen, die Lotte in ihr auslöst. Besonders stark fand ich die Szene, in der sie nachts schweißgebadet aufwacht und auf Instagram alte Bilder von Romy ansieht – Fotos aus Lappland mit Huskies und kleinen Setzlingen. Das wirkt alles sehr geheimnisvoll und melancholisch.
Der Schreibstil ist eher ruhig, aber unter der Oberfläche brodelt es gewaltig. Die Autorin schafft es mit wenigen Worten, eine große Distanz zwischen den Charakteren aufzubauen, obwohl sie nebeneinander im Auto sitzen. Ich möchte unbedingt wissen, was damals passiert ist, als Romy ging, und warum die Erzählerin es nicht ertragen kann, Lotte in ihrer WG aufzunehmen. Ein wirklich fesselnder Anfang für alle, die psychologische Romane über Freundschaft und Schuld mögen.