Schwere Spannung.
Puuh. Was für ein dichtes, spannendes Buch - im wahrsten Sinne des Wortes. Man hält beim Lesen unwillkürlich die Luft an und muss sich erinnern, wieder auszuatmen. Drei Freundinnen aus Schulzeiten treffen sich nach Jahren am Baggersee wieder. Was so normal klingt, kommt voller Melancholie, Spannungen, sehnsuchtsvoller Erinnerungen und vor allem einer totgeschwiegenen, zwischen die Zeilen gepackten Vergangenheit daher; vielleicht einer Tragödie. Oder auch zwei?
Ein Unfall, ein Leben das auf der Strecke geblieben ist, Orte und Bilder aus der Vergangenheit, an denen jetzt die Polizei ermittelt...der Spannungsaufbau ist rasant und natürlich will man das Geheimnis enträtseln.
Was ist Lotte passiert? Wie ist es zu dem Unfall gekommen und wer war beteiligt? Was hat es mit dem Bild von Ruß auf Romy's Wangen auf sich, das bei Sophie immer wieder aufploppt und was mit dem Haus, in dem jetzt wieder Menschen wohnen?
Wieso ist da so viel Scham spürbar gegenüber Lotte; vielleicht auch Schuld?
Es ist ein Buch, das eine emotionale Achterbahn mit sich bringt, nach deren Auflösung man förmlich lechzt: all die unausgesprochenen Gedanken und Empfindungen - der Wachstumsschmerz scheint sich immer hinter der nächsten Ecke zu verstecken und darauf zu warten, hervor zu springen.
Besonders angesprochen hat mich der sehr sensorisch-körperliche Erzählstil. Protagonistin Sophie erzählt viel aus ihren Körperempfindungen heraus, was Bewusstsein schafft und einlädt, auch selbst einmal über den mentalen Tellerrand hinaus hinzufühlen. Das finde ich sehr erfreulich.
Last but not least hatte ich auch noch einen Schmunzelmoment - als ich erst nach etlichen Seiten, die die Mädchen längst schon am Baggersee sitzen und sich seit geraumer Zeit unterhalten, geschnallt habe, dass der Erzähler, jetzt zum ersten Mal als Sophie angesprochen, weiblich ist. Nachdem er doch die ganze Zeit in schwärmerischen, wehmütig-sehnsüchtigen Erinnerungen an Romy geschwelgt hat. Willkommen in der Heteronormativität, die auch mir ein Bein gestellt hat :D
Trotzdem bleibt das Beziehungselement hier immer noch spannend, weil gar nicht explizit geklärt wird, ob es eine sexuelle Beziehung gab, gibt, geben wird...Finde ich sehr gut gemacht!
Ganz zum Schluss bleibt die Frage: wie kommt das Buch zu seinem Titel? Welches Spiel wird hier verdorben und von wem?
Ein Unfall, ein Leben das auf der Strecke geblieben ist, Orte und Bilder aus der Vergangenheit, an denen jetzt die Polizei ermittelt...der Spannungsaufbau ist rasant und natürlich will man das Geheimnis enträtseln.
Was ist Lotte passiert? Wie ist es zu dem Unfall gekommen und wer war beteiligt? Was hat es mit dem Bild von Ruß auf Romy's Wangen auf sich, das bei Sophie immer wieder aufploppt und was mit dem Haus, in dem jetzt wieder Menschen wohnen?
Wieso ist da so viel Scham spürbar gegenüber Lotte; vielleicht auch Schuld?
Es ist ein Buch, das eine emotionale Achterbahn mit sich bringt, nach deren Auflösung man förmlich lechzt: all die unausgesprochenen Gedanken und Empfindungen - der Wachstumsschmerz scheint sich immer hinter der nächsten Ecke zu verstecken und darauf zu warten, hervor zu springen.
Besonders angesprochen hat mich der sehr sensorisch-körperliche Erzählstil. Protagonistin Sophie erzählt viel aus ihren Körperempfindungen heraus, was Bewusstsein schafft und einlädt, auch selbst einmal über den mentalen Tellerrand hinaus hinzufühlen. Das finde ich sehr erfreulich.
Last but not least hatte ich auch noch einen Schmunzelmoment - als ich erst nach etlichen Seiten, die die Mädchen längst schon am Baggersee sitzen und sich seit geraumer Zeit unterhalten, geschnallt habe, dass der Erzähler, jetzt zum ersten Mal als Sophie angesprochen, weiblich ist. Nachdem er doch die ganze Zeit in schwärmerischen, wehmütig-sehnsüchtigen Erinnerungen an Romy geschwelgt hat. Willkommen in der Heteronormativität, die auch mir ein Bein gestellt hat :D
Trotzdem bleibt das Beziehungselement hier immer noch spannend, weil gar nicht explizit geklärt wird, ob es eine sexuelle Beziehung gab, gibt, geben wird...Finde ich sehr gut gemacht!
Ganz zum Schluss bleibt die Frage: wie kommt das Buch zu seinem Titel? Welches Spiel wird hier verdorben und von wem?