Vermittelt ein Hauch Nostalgie

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chocoball Avatar

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In der Leseprobe zu Spielverderberin geht es um das Wiedersehen dreier junger Frauen aus ihrer gemeinsamen Jugendzeit: Sophie, Lotte und Romy. Ein Treffen an einem Baggersee bildet den äußeren Rahmen, doch schnell wird klar, dass darunter viel Ungesagtes, Vergangenes und emotional Belastendes liegt. Alte Beziehungen, unausgesprochene Konflikte und Erinnerungen drängen an die Oberfläche und verleihen der Situation eine zunehmende Spannung.

Unter dem Klappentext konnte ich mir zunächst nicht wirklich viel vorstellen, er blieb für mich eher diffus. Umso mehr hat mich dann die Leseprobe selbst in den Bann gezogen. Schon nach wenigen Seiten war ich ganz in der Atmosphäre der Geschichte angekommen. Der Schreibstil gefällt mir außergewöhnlich gut: ruhig, fein beobachtend und zugleich sehr eindringlich. Vieles wird nicht offen erklärt, sondern nur angedeutet, was ich als besonders wirkungsvoll empfunden habe.

Das Gelesene vermittelt einen deutlichen Hauch von Nostalgie, diese besondere Mischung aus Jugend, Sommer und dem Wissen, dass Vergangenes nie ganz abgeschlossen ist. Gleichzeitig liegt eine unterschwellige Spannung über der Geschichte und ich wäre gespannt, wie es weitergeht.