3er Konstellation mit Narben
Marie Menkes „Spielverderberin“ hat mich auf mehreren Ebenen überzeugt. Das unkonventionelle, leicht bedrückende Cover und der Titel mit dem Kindheitswort „Spielverderberin“ passen perfekt zur Geschichte einer Dreierfreundschaft, in der immer eine zu viel ist. Einzig die sehr fette Schriftart empfand ich als etwas plump.
Die Erzählstruktur auf zwei klar markierten Zeitebenen („heute“ und „vier Jahre früher“) erzeugt einen starken Sog: Kapitelweise fügen sich die Ereignisse wie ein Puzzle zusammen, ohne je konstruiert zu wirken. Aus Sophies Ich-Perspektive entsteht ein präzises Bild ihres jungen Erwachsenenlebens, während Lotte und Romy bewusst etwas vage bleiben – genau diese Unschärfe macht den Reiz der Dynamik aus. Die fragile Freundschaft, stille Rivalitäten, Neid und unausgesprochene Wahrheiten sind fein herausgearbeitet.
Besonders gelungen ist, wie Menke große Themen – Freundschaft, Verlust, Klassenunterschiede, Stadt-Land-Gegensatz, psychische Krisen – miteinander verwebt. Köln und das Dorf sind mehr als Kulisse: Sie spiegeln Herkunft, Erwartungen und innere Konflikte der Figuren. Trotz der vielen schmerzhaften Erfahrungen wirkt der Roman nie hoffnungslos; die klare, ruhige Sprache trägt die dunklen Töne, ohne sie erdrückend werden zu lassen.
Auch wenn mir die drei Frauen nicht unbedingt sympathisch waren, fand ich sie literarisch äußerst spannend. Für mich gehört „Spielverderberin“ zu den stärksten Coming-of-Age-Romanen der letzten Zeit, und ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.
Die Erzählstruktur auf zwei klar markierten Zeitebenen („heute“ und „vier Jahre früher“) erzeugt einen starken Sog: Kapitelweise fügen sich die Ereignisse wie ein Puzzle zusammen, ohne je konstruiert zu wirken. Aus Sophies Ich-Perspektive entsteht ein präzises Bild ihres jungen Erwachsenenlebens, während Lotte und Romy bewusst etwas vage bleiben – genau diese Unschärfe macht den Reiz der Dynamik aus. Die fragile Freundschaft, stille Rivalitäten, Neid und unausgesprochene Wahrheiten sind fein herausgearbeitet.
Besonders gelungen ist, wie Menke große Themen – Freundschaft, Verlust, Klassenunterschiede, Stadt-Land-Gegensatz, psychische Krisen – miteinander verwebt. Köln und das Dorf sind mehr als Kulisse: Sie spiegeln Herkunft, Erwartungen und innere Konflikte der Figuren. Trotz der vielen schmerzhaften Erfahrungen wirkt der Roman nie hoffnungslos; die klare, ruhige Sprache trägt die dunklen Töne, ohne sie erdrückend werden zu lassen.
Auch wenn mir die drei Frauen nicht unbedingt sympathisch waren, fand ich sie literarisch äußerst spannend. Für mich gehört „Spielverderberin“ zu den stärksten Coming-of-Age-Romanen der letzten Zeit, und ich bin sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin.