Coming of Age zwischen Stadt und Land
Ein Coming-of-Age-Roman zwischen vermeintlicher Dorfidylle und Großstadtwirren – so lässt sich der Debütroman von Marie Menke vielleicht am treffendsten beschreiben. Auf zwei Zeitebenen erzählt sie die Geschichte der Freundschaft dreier junger Frauen. Die Erzählerin Sophie und ihre Freundin Lotte wachsen gemeinsam in einem kleinen Dorf im fiktiven Südthland auf. In der Oberstufe kommt Romy dazu, ein Stadtkind aus München, das mit ihrer freieren, mutigeren, aber auch sprunghaften Art eine neue Dynamik in die Gruppe bringt. Die ohnehin fragile Balance der Freundschaft gerät zunehmend ins Wanken und droht auseinanderzubrechen.
Als Romy und Sophie zum Studieren nach Köln ziehen, kommt es zu einem Vorfall, der auch Jahre später noch tiefe Spuren bei allen drei hinterlässt. Vier Jahre später verschwindet Romy plötzlich ins Ausland, und alte Wunden brechen bei Sophie erneut auf. Nach und nach erfahren wir als Leser*innen, wie sich die Freundschaft entwickelt hat und was in jener Nacht in Köln tatsächlich geschehen ist.
Der Roman ist dicht erzählt und entwickelt eine starke Sogwirkung. Die innere Zerrissenheit der drei Freundinnen wird sehr authentisch eingefangen. Besonders gelungen fand ich die Perspektive des Ankommens in der Großstadt aus der Sicht einer jungen Frau vom Land und die Darstellung dieses neuen, oft überfordernden Lebensabschnitts. An einigen Stellen verliert sich die Erzählung jedoch etwas in den Gedanken der Protagonistin, wodurch es nicht immer leicht fällt, die Ebenen von Vergangenheit und Gegenwart klar voneinander zu trennen. Auch wirkte manches für meinen Geschmack etwas zu stark zugespitzt und die Auflösung konnte mich nicht vollständig überzeugen.
Ich habe den Roman als Hörbuch vom Argon Verlag gehört. Henriette Schreurs ist dafür eine ausgezeichnete Besetzung. Ihre Stimme passt hervorragend zu den Figuren und sie versteht es, die Atmosphäre und emotionalen Stimmungen der Geschichte sehr feinfühlig zu transportieren – ein echtes Perfect Match.
Als Romy und Sophie zum Studieren nach Köln ziehen, kommt es zu einem Vorfall, der auch Jahre später noch tiefe Spuren bei allen drei hinterlässt. Vier Jahre später verschwindet Romy plötzlich ins Ausland, und alte Wunden brechen bei Sophie erneut auf. Nach und nach erfahren wir als Leser*innen, wie sich die Freundschaft entwickelt hat und was in jener Nacht in Köln tatsächlich geschehen ist.
Der Roman ist dicht erzählt und entwickelt eine starke Sogwirkung. Die innere Zerrissenheit der drei Freundinnen wird sehr authentisch eingefangen. Besonders gelungen fand ich die Perspektive des Ankommens in der Großstadt aus der Sicht einer jungen Frau vom Land und die Darstellung dieses neuen, oft überfordernden Lebensabschnitts. An einigen Stellen verliert sich die Erzählung jedoch etwas in den Gedanken der Protagonistin, wodurch es nicht immer leicht fällt, die Ebenen von Vergangenheit und Gegenwart klar voneinander zu trennen. Auch wirkte manches für meinen Geschmack etwas zu stark zugespitzt und die Auflösung konnte mich nicht vollständig überzeugen.
Ich habe den Roman als Hörbuch vom Argon Verlag gehört. Henriette Schreurs ist dafür eine ausgezeichnete Besetzung. Ihre Stimme passt hervorragend zu den Figuren und sie versteht es, die Atmosphäre und emotionalen Stimmungen der Geschichte sehr feinfühlig zu transportieren – ein echtes Perfect Match.