Dann lieber gar keine Freundinnen
Romy ist während der Schulzeit mit Lotte befreundet. Sophie wäre gerne Romys beste Freundin. Lotte und Sophie sind schon auch irgendwie befreundet.
Das problematische Freundinnenverhältnis wird im Laufe der Zeit nicht weniger komplex, Konflikte spitzen sich zu und später heißt es: „In Freundinnenschaften gab es nicht einmal ein Protokoll für Trennungen.“
Der feine, kleine Roman begleitet drei junge Frauen beim Erwachsenwerden und betrachtet vor allem die Reifung ihrer Beziehungen zueinander, die von zahlreichen Spannungsverhältnissen geprägt sind. Wie sich früh andeutet, nimmt das Sehnen nach Freundschaft bei Sophie beinahe besessene Züge an und Grenzen werden erst ausgereizt und dann deutlich überschritten.
Ganz wunderbar deutlich ist auch Sophies obsessives Verhältnis zum Thema Stadtkind – Landkind herausgearbeitet, unter dem sie leidet und sich minderwertig fühlt. Mir gefiel auch in diesem Zusammenhang die lakonische, distanzierte Erzählstimme, welche Sophie stets auf eine Armlänge Abstand hält. Gerade dieses Sich-nicht-identifizieren-können lässt deutlich werden, wie die Charaktere auf die unvermeidliche Katastrophe zusteuern, die von Beginn an angedeutet und erst ganz am Ende aufgelöst wird.
Was mich allerdings beim Lesen störte, war der inflationäre Gebrauch der Worte „Bauerschaft“ und das (fiktive) „Süthland“. So sehr Sophie von Großstädten besessen ist, so sehr pflegt die Autorin ein obsessives Verhältnis zu der von ihr erdachten Regionalbezeichnung Süthland, was sich beim Lesen aufgrund der immensen Häufung zu einem echten Spielverderber entwickelte.
Insgesamt aber ein intensiver Roman, der auf faszinierende Weise die kranken Verhältnisse der Charaktere untereinander schonungslos offenlegt und eindringlich mitreißt in den Strudel, der letztendlich in die Katastrophe führt.
Das problematische Freundinnenverhältnis wird im Laufe der Zeit nicht weniger komplex, Konflikte spitzen sich zu und später heißt es: „In Freundinnenschaften gab es nicht einmal ein Protokoll für Trennungen.“
Der feine, kleine Roman begleitet drei junge Frauen beim Erwachsenwerden und betrachtet vor allem die Reifung ihrer Beziehungen zueinander, die von zahlreichen Spannungsverhältnissen geprägt sind. Wie sich früh andeutet, nimmt das Sehnen nach Freundschaft bei Sophie beinahe besessene Züge an und Grenzen werden erst ausgereizt und dann deutlich überschritten.
Ganz wunderbar deutlich ist auch Sophies obsessives Verhältnis zum Thema Stadtkind – Landkind herausgearbeitet, unter dem sie leidet und sich minderwertig fühlt. Mir gefiel auch in diesem Zusammenhang die lakonische, distanzierte Erzählstimme, welche Sophie stets auf eine Armlänge Abstand hält. Gerade dieses Sich-nicht-identifizieren-können lässt deutlich werden, wie die Charaktere auf die unvermeidliche Katastrophe zusteuern, die von Beginn an angedeutet und erst ganz am Ende aufgelöst wird.
Was mich allerdings beim Lesen störte, war der inflationäre Gebrauch der Worte „Bauerschaft“ und das (fiktive) „Süthland“. So sehr Sophie von Großstädten besessen ist, so sehr pflegt die Autorin ein obsessives Verhältnis zu der von ihr erdachten Regionalbezeichnung Süthland, was sich beim Lesen aufgrund der immensen Häufung zu einem echten Spielverderber entwickelte.
Insgesamt aber ein intensiver Roman, der auf faszinierende Weise die kranken Verhältnisse der Charaktere untereinander schonungslos offenlegt und eindringlich mitreißt in den Strudel, der letztendlich in die Katastrophe führt.