Drei sind eine zu viel…

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
fraumliest Avatar

Von

Marie Menke hat eine kluge, sehr lebensnahe Story konstruiert, die die Freundschaft dreier junger Frauen beleuchtet.
Dass drei grundsätzlich wohl eine zu viel ist und in dieser Konstellation auch der unterschiedliche soziale Background eine tragende Rolle spielt, sorgt für Zündstoff und ein latentes Unwohlsein beim Lesen. Eine Vorahnung, dass etwas Schreckliches passiert ist, intensiviert sich Seite um Seite.

Dank vieler Retrospektiven entfaltet sich das Geschehen langsam und bruchstückhaft. Ebendiese Erzählweise ist jedoch auch ein kleiner Kritikpunkt, denn nicht immer ist gleich klar, wo man sich chronologisch gerade befindet; zu sprunghaft die Szenenwechsel und die Einblicke in das Seelenleben der drei Protagonistinnen.

Alles in allem haben mich jedoch die kluge Konstellation und die fein ausgearbeiteten Charaktere und ihre Sorgen & Nöte überzeugt.