Eher zäh
In „Spielverderberin“ erzählt Marie Menke die Geschichte von Sophie, die in ihrem Heimatdorf auf ihre frühere Freundin Romy trifft. Die Begegnung, reißt alte Gefühle und Konflikte wieder auf, denn aus einer einst engen Freundschaft ist Distanz geworden, doch die Vergangenheit scheint längst nicht abgeschlossen.
Gelungen ist der Autorin die Mischung aus Rückblenden und Gegenwart: Der Wechsel zwischen damals und heute verleiht der Geschichte Struktur und sorgt dafür, dass sich nach und nach erschließt, was zwischen den Figuren wirklich geschehen ist. Dieser erzählerische Aufbau gehört für mich zu den stärkeren Aspekten des Romans.
Inhaltlich rückt die Autorin eine intensive, teils toxische Freundschaft zwischen jungen Frauen ins Zentrum. Dieser Fokus ist grundsätzlich interessant. Dennoch empfinde ich die Umsetzung als eher zäh. Viele Passagen wirken wiederholend, Gedanken und Gefühle kreisen oft um dieselben Motive, ohne dass sich die Handlung deutlich weiterentwickelt. Das bremst den Lesefluss spürbar.
Sophie als Erzählerin bleibt für mich ambivalent. Ihre Unsicherheiten und ihre Eifersucht sind nachvollziehbar geschildert, dennoch fiel es mir schwer, dauerhaft mit ihr mitzugehen. Manche Szenen erscheinen unnötig ausgedehnt, einige Nebenhandlungen tragen wenig zur eigentlichen Dynamik bei. Dadurch verliert die an sich spannende Grundidee stellenweise an Intensität.
Sprachlich gibt es durchaus gelungene Momente mit stimmungsvollen Bildern, insgesamt hätte ich mir jedoch mehr Straffung gewünscht. Gerade weil das emotionale Konfliktpotenzial hoch ist, hätte eine klarere Fokussierung der Handlung dem Roman gutgetan.
Gelungen ist der Autorin die Mischung aus Rückblenden und Gegenwart: Der Wechsel zwischen damals und heute verleiht der Geschichte Struktur und sorgt dafür, dass sich nach und nach erschließt, was zwischen den Figuren wirklich geschehen ist. Dieser erzählerische Aufbau gehört für mich zu den stärkeren Aspekten des Romans.
Inhaltlich rückt die Autorin eine intensive, teils toxische Freundschaft zwischen jungen Frauen ins Zentrum. Dieser Fokus ist grundsätzlich interessant. Dennoch empfinde ich die Umsetzung als eher zäh. Viele Passagen wirken wiederholend, Gedanken und Gefühle kreisen oft um dieselben Motive, ohne dass sich die Handlung deutlich weiterentwickelt. Das bremst den Lesefluss spürbar.
Sophie als Erzählerin bleibt für mich ambivalent. Ihre Unsicherheiten und ihre Eifersucht sind nachvollziehbar geschildert, dennoch fiel es mir schwer, dauerhaft mit ihr mitzugehen. Manche Szenen erscheinen unnötig ausgedehnt, einige Nebenhandlungen tragen wenig zur eigentlichen Dynamik bei. Dadurch verliert die an sich spannende Grundidee stellenweise an Intensität.
Sprachlich gibt es durchaus gelungene Momente mit stimmungsvollen Bildern, insgesamt hätte ich mir jedoch mehr Straffung gewünscht. Gerade weil das emotionale Konfliktpotenzial hoch ist, hätte eine klarere Fokussierung der Handlung dem Roman gutgetan.