Ein kluges Spiel!
Marie Menkes Roman „Spielverderberin“ hat mich auf seinen gut 210 Seiten sehr überzeugt. Besonders die zwei Zeitebenen – „heute“ und „vier Jahre früher“ – verleihen dem Text eine eigene Spannung und einen besonderen Reiz. Sie öffnen nach und nach den Blick auf eine Freundschaft, die nie so stabil war, wie sie vielleicht nach außen wirkte.
Im Zentrum stehen Sophie, Lotte und Romy. Doch was zunächst wie eine enge Dreierfreundschaft erscheint, entpuppt sich zunehmend als fragile Konstellation. Oft wirken die drei weniger wie echte Vertraute, sondern eher wie Menschen, die sich nur oberflächlich kennen – verbunden durch gemeinsame Geschichte, aber nicht durch echtes Vertrauen. Diese Distanz ist kein Mangel des Romans, sondern eine seiner größten Stärken: Menke zeichnet Freundschaft nicht als Ideal, sondern als etwas Brüchiges, Unausgesprochenes und von Konkurrenz durchzogenes.
Der Wechsel der Schauplätze zwischen Köln und dem dörflichen Umfeld ist klug gewählt und präzise beschrieben. Die unterschiedlichen Räume spiegeln die Veränderungen im Verhalten der Figuren wider und machen sichtbar, wie sehr Herkunft, Umfeld und Erwartungen Beziehungen prägen. In dieser Hinsicht liest sich *Spielverderberin* fast wie ein literarisches Soziogramm: Die Dynamiken der Dreierkonstellation, die stillen Rivalitäten, der Neid und das ständige Vergleichen werden fein herausgearbeitet.
Auffällig ist, dass schmerzhafte Erfahrungen, Enttäuschungen und negative Stimmungen viel Raum einnehmen. Leichtigkeit oder unbeschwertes Glück sind selten. Und doch hinterlässt der Roman keinen düsteren Gesamteindruck. Das ist bemerkenswert – und spricht für die große Kunst der Autorin. Menkes Sprache ist klar, präzise und sehr bewusst gesetzt. Ihr Schreibstil verleiht dem Text eine Ruhe und Tiefe, die selbst die dunkleren Töne trägt, ohne sie zu erdrückend werden zu lassen.
„Spielverderberin“ ist ein klug komponierter Roman über Freundschaft, Machtverhältnisse und emotionale Abhängigkeiten – ehrlich, genau beobachtet und literarisch sehr souverän erzählt.
Das Cover mit den drei Füßen in unterschiedlichen farbigen Schuhen ist gut gewählt und zeigt zudem die Enge und den Druck der beiden Schuhe, die auf das eine Bein einwirken.
Im Zentrum stehen Sophie, Lotte und Romy. Doch was zunächst wie eine enge Dreierfreundschaft erscheint, entpuppt sich zunehmend als fragile Konstellation. Oft wirken die drei weniger wie echte Vertraute, sondern eher wie Menschen, die sich nur oberflächlich kennen – verbunden durch gemeinsame Geschichte, aber nicht durch echtes Vertrauen. Diese Distanz ist kein Mangel des Romans, sondern eine seiner größten Stärken: Menke zeichnet Freundschaft nicht als Ideal, sondern als etwas Brüchiges, Unausgesprochenes und von Konkurrenz durchzogenes.
Der Wechsel der Schauplätze zwischen Köln und dem dörflichen Umfeld ist klug gewählt und präzise beschrieben. Die unterschiedlichen Räume spiegeln die Veränderungen im Verhalten der Figuren wider und machen sichtbar, wie sehr Herkunft, Umfeld und Erwartungen Beziehungen prägen. In dieser Hinsicht liest sich *Spielverderberin* fast wie ein literarisches Soziogramm: Die Dynamiken der Dreierkonstellation, die stillen Rivalitäten, der Neid und das ständige Vergleichen werden fein herausgearbeitet.
Auffällig ist, dass schmerzhafte Erfahrungen, Enttäuschungen und negative Stimmungen viel Raum einnehmen. Leichtigkeit oder unbeschwertes Glück sind selten. Und doch hinterlässt der Roman keinen düsteren Gesamteindruck. Das ist bemerkenswert – und spricht für die große Kunst der Autorin. Menkes Sprache ist klar, präzise und sehr bewusst gesetzt. Ihr Schreibstil verleiht dem Text eine Ruhe und Tiefe, die selbst die dunkleren Töne trägt, ohne sie zu erdrückend werden zu lassen.
„Spielverderberin“ ist ein klug komponierter Roman über Freundschaft, Machtverhältnisse und emotionale Abhängigkeiten – ehrlich, genau beobachtet und literarisch sehr souverän erzählt.
Das Cover mit den drei Füßen in unterschiedlichen farbigen Schuhen ist gut gewählt und zeigt zudem die Enge und den Druck der beiden Schuhe, die auf das eine Bein einwirken.