Freundinnen oder Feindinnen?

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ullap64 Avatar

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Wir erfahren die Geschichte dreier Freundinnen: Sophie und Lotte, die in einem kleinen Dorf wohnen und sich von Kindheit an kennen sowie Romy, die zu Oberstufenzeiten aus der Großstadt München zu ihnen stößt. Die Freundschaft der drei ist intensiv, stößt aber schnell auf mehr oder weniger große Eifersüchteleien, wie es in solch einer Kontstitution schon fast unausweichlich erscheint, die großstädtisch wirkende Romy dabei immer ein wenig im Mittelpunkt stehend. Erzählt wird der Roman aus der Ich-Perspektive von Sophie auf zwei Zeitebenen, vor und nach "Romys Veschwinden", vier Jahre liegen dazwischen.
Bereits zu Beginn des Romans war mir klar, das die Geschichte darauf hinausläuft, zu erfahren, was hier zu dem mysteriösen Verschwinden der immer ein wenig exotisch auf mich wirkenden Romy geführt hat, schnell wurde hier Spannung aufgebaut. Sprachlich passte der Stil bestens zu den jungen Frauen, auch die Konflikte, die eine Dreierkontellation beherbergt, wurden hier recht ausgefeilt dargestellt. Mir ist es jedoch teilweise schwer gefallen, den Zeit- und Ortswechseln zu folgen. Insgesamt fand ich die Geschichte dann doch recht langatmig und die Auflösung am Ende, die zu Romys Verschwinden geführt hat, hatte ich mir dann auch etwas spektakulärer vorgestellt.
Vielleicht doch eher eine passende Lektüre für die jüngere Generation.