Freundschaft
Spielverderberin von Marie Menke ist für mich vor allem eines: ein sprachliches Highlight. Selten habe ich einen Roman gelesen, der Atmosphäre so dicht und zugleich so feinfühlig einfängt.
Im Zentrum steht eine intensive Dreierfreundschaft. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindheitstagen, aufgewachsen in derselben ländlichen Bauerschaft im Süthland. Ihre Verbindung ist tief verwurzelt, fast selbstverständlich. Erst in der Oberstufe kommt Romy dazu – Großstadt, wilder, freier, unberechenbarer. Zwischen den drei jungen Frauen entsteht eine Mischung aus Bewunderung, Begehren, Konkurrenz und Abhängigkeit. Diese neue Konstellation wirkt elektrisierend – und gleichzeitig fragil.
Was zunächst nach jugendlicher Nähe klingt, entwickelt sich zu einer obsessiven Dynamik. Als sie versuchen, ihre Freundschaft in ihre frühen Zwanziger und nach Köln hinüberzuretten, geraten alte Muster ins Wanken. Die Stadt bietet neue Freiheiten, aber auch neue Unsicherheiten. Und als Romy plötzlich verschwindet, brechen alte Konflikte auf. Zwischen all den sommerlichen Erinnerungen an Baggerseen, Hitze und verschwitzte Haut liegt auch eine Nacht verborgen, über die nicht gesprochen werden darf – und die doch alles überschattet.
Ich fand alle drei Charaktere unglaublich gut gezeichnet. Keine ist nur Opfer oder Täterin, keine eindeutig sympathisch oder unsympathisch. Jede bringt ihre eigene Verletzlichkeit, ihre eigenen Sehnsüchte und Abgründe mit. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch so stark.
Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Bildreich, sinnlich, manchmal beinahe poetisch – und doch nie überladen. Marie Menke schafft es, Zartheit und Bedrohung gleichzeitig spürbar zu machen. Man fühlt sich beim Lesen regelrecht hineingezogen in diese flirrende, leicht beklemmende Atmosphäre zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität.
Warum „nur“ vier Sterne? Die emotionale Intensität ist durchgehend hoch, fast schon drückend. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Distanz oder einen ruhigeren Gegenpol gewünscht. Doch das ändert nichts daran, dass „Spielverderberin“ ein starkes, sprachlich herausragendes Buch über Freundschaft, Macht und die dünne Linie zwischen Nähe und Zerstörung ist.
Im Zentrum steht eine intensive Dreierfreundschaft. Sophie und Lotte kennen sich seit Kindheitstagen, aufgewachsen in derselben ländlichen Bauerschaft im Süthland. Ihre Verbindung ist tief verwurzelt, fast selbstverständlich. Erst in der Oberstufe kommt Romy dazu – Großstadt, wilder, freier, unberechenbarer. Zwischen den drei jungen Frauen entsteht eine Mischung aus Bewunderung, Begehren, Konkurrenz und Abhängigkeit. Diese neue Konstellation wirkt elektrisierend – und gleichzeitig fragil.
Was zunächst nach jugendlicher Nähe klingt, entwickelt sich zu einer obsessiven Dynamik. Als sie versuchen, ihre Freundschaft in ihre frühen Zwanziger und nach Köln hinüberzuretten, geraten alte Muster ins Wanken. Die Stadt bietet neue Freiheiten, aber auch neue Unsicherheiten. Und als Romy plötzlich verschwindet, brechen alte Konflikte auf. Zwischen all den sommerlichen Erinnerungen an Baggerseen, Hitze und verschwitzte Haut liegt auch eine Nacht verborgen, über die nicht gesprochen werden darf – und die doch alles überschattet.
Ich fand alle drei Charaktere unglaublich gut gezeichnet. Keine ist nur Opfer oder Täterin, keine eindeutig sympathisch oder unsympathisch. Jede bringt ihre eigene Verletzlichkeit, ihre eigenen Sehnsüchte und Abgründe mit. Gerade diese Ambivalenz macht das Buch so stark.
Besonders beeindruckt hat mich die Sprache. Bildreich, sinnlich, manchmal beinahe poetisch – und doch nie überladen. Marie Menke schafft es, Zartheit und Bedrohung gleichzeitig spürbar zu machen. Man fühlt sich beim Lesen regelrecht hineingezogen in diese flirrende, leicht beklemmende Atmosphäre zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität.
Warum „nur“ vier Sterne? Die emotionale Intensität ist durchgehend hoch, fast schon drückend. Manchmal hätte ich mir etwas mehr Distanz oder einen ruhigeren Gegenpol gewünscht. Doch das ändert nichts daran, dass „Spielverderberin“ ein starkes, sprachlich herausragendes Buch über Freundschaft, Macht und die dünne Linie zwischen Nähe und Zerstörung ist.