Ganz nett...
Ganz nett... Schön erzählt, okay'es Handlungskonstrukt, ein Geheimnis, welches mich als Lesenden mehr oder weniger durch die Seiten trägt, wechselnde Zeitebenen, ausreichend beschriebene Charaktere (damit man Bilder vor seinem inneren Auge hat), alterstypische Konflikte (in einer Dreiecksfreundschaft sind drei oft genug eine zuviel...), ein bisschen 'coming of age', die Stadt-Land-Frage und schließlich noch die Frage nach dem 'Ablaufdatum' von Freundschaften... alles drin; und doch hat es mich nicht sorichtig gepackt. Eine Auflösung am Ende macht einen guten Thriller aus. In "Spielverderberin" von Marie Menke handelt es sich aber nicht um einen Thriller und die 'Geheimnisauflösung' erst auf den letzten Seiten führt eher zu zwischenzeitlich leichter Verwirrung auf all den Seiten davor. Da hätte ich mir eine andere Dramaturgie gewünscht. Die treffende Inhaltsbeschreibung bitte einfach dem Klappentext entnehmen ;-) Meine Empfehlung: Lesen mit einem kühlen Sommergetränk, dabei auf dem Balkon sitzen, das Buch hin & wieder pausieren und an die eigene Zeit des Übergangs zwischen Jugend und Erwachsensein zurückdenken...