Luft nach oben

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papilionna Avatar

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"Spielverderberin" erzählt die Geschichte von Sophie, Lotte und Romy, drei Freundinnen aus Schulzeiten, deren Freundschaft den Übergang ins Erwachsenenleben nur bedingt überstanden hat. Mich hat das Cover sehr angesprochen, mich hat es in Verbindung mit dem Klappentext direkt zum Nachdenken angeregt.

Von der ersten Seite an stehen Dinge im Raum, Geschehnisse in der Vergangenheit, an denen die Beziehung zu bröckeln begonnen hat und in verschiedenen Zeitebenen wird dargestellt, wie die drei jungen Frauen vorher und seitdem miteinander umgehen.

Ich persönlich hatte ein paar Probleme mit den Zeitsprüngen, da nicht immer eindeutig ist, in welcher Zeit und Phase der Freundschaft sich die Handlung gerade abspielt.

Generell finde ich, dass die Geschichte noch Luft nach oben gehabt hätte. Sowohl in der Darstellung der Charaktere als auch der Entwicklung der Handlung gibt es meiner Meinung nach Verbesserungsbedarf. Aufgrund des relativ geringen Umfangs haben die Protagonistinnen nicht den Raum, wie dreidimensionale Figuren zu wirken und sind deshalb unnahbar und nicht besonders eingängig.

Gefallen haben mir allerdings die Gedanken zum Thema Dorf/Stadt, den Klischees und Spannungen und der Scham/Wut/Unsicherheit, die damit einhergehen.