Manche Freundschaften sind nicht für ewig. Eher ein Jugendroman.

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irina2605 Avatar

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Diesen Roman wollte ich bereits nach 50 Seiten abbrechen. Habe mich aber zusammengerissen, schließlich wird er ja vielseits gelobt, da muss doch etwas dahinterstehen, dacht ich zunächst. Nein, das war nichts! Seichtes Dahinplätschern der Handlung, immer wieder vage Hinweise auf ein altes und wie man vermutet ein sehr unangenehmes „Geheimnis“, dass am Anfang durch Gedankengänge und Random-Kommentare der erzählenden Protagonistin Sophie fallen gelassen wird. Am Ende jedoch schnell und platt abgespeist wird. Sophie selbst scheint manchmal eine lange Leitung zu haben, was sie leider etwas dümmlich und nicht weit vorausschauend dastehen lässt. Weitsicht, auf andere zugegen: Fehlanzeige. Dafür wird permanent auf dem, auch so hochgepriesenem, Abitur und dann auch noch auf dem Studiengang für Lehramt rumgeritten. Als ob ein Abitur oder ein Lehramtsstudium heutzutage etwas über die Intelligenz aussagen würde. Die Fähigkeit etwas auswendig zu lernen und es so wiederzugeben, wie man es von einem erwartet: das ist Abitur und Lehramt (und noch viele andere Fächer, aber das ist ein anderes Thema). Zudem stellt das arme Sopherl immer mal wieder in den Vordergrund, das sie vom Land kommt und das ja, ach Gott ach Gott sooooo anders ist, als wenn man in einer Stadt aufwachsen würde. Naja, man merkt, dass ich mit der Figur „Sophie“ nicht besonders klarkam, nicht? :)
Neben Sophie gibt es noch ihre „Freundinnen“: Romy und Lotte. Und auch in der Beziehung „Freundschaft“ versagt Sophie in ihrer ohnehin jämmerlichen Erscheinung in dem ihr unreife (und teils auch infantile) Geist nicht weiter vorausschauen und vorausdenken kann als bis zur eigenen Nasenspitze. Ganz zu schweigen bei ihrem Freund Milan. An Freundschaften und Beziehungen muss man aktiv arbeiten. Probleme geht man am besten aktiv an, anstatt sie zu schlucken. Was die Erzählstimme Sophie noch bestens konnte, ist irgendeine Schuld immer anderen zu sehen. Selbstreflektion: ebenfalls Fehlanzeige. Richtig unsympathisch die Gute, nicht? Diese Romanfigur und der ganze Roman an sich haben mich so dermaßen getriggert und genervt. Ich glaube, ich bin einfach mittlerweile zu alt für Halbgarres wie diesen Roman. All in one: Keine Leseempfehlung mit Bewertung von 1,5 (maximal 2) von 5 Sternen. Es ist durch und durch ein Jugendroman und ich habe wohl offenbar irgendwann den Punkt verpasst, als es Mode wurde Jugendromane in der allgemeinen Belletristik ansiedeln.