Menschen sind unterschiedlich
Ich habe Spielverderberin als eine Art stillen Sog erlebt. Die Geschichte dreht sich um Sophie, Lotte und Romy, drei Mädchen, deren Freundschaft auf den ersten Blick fest wirkt,und doch ständig kippt. Es sind die kleinen Dinge, die alles verändern, Blicke, Andeutungen, Momente, in denen man merkt, dass man einander nicht wirklich versteht. Als Romy neu in die Klasse kommt, verschiebt sich alles, und man sieht, wie Eifersucht und Unsicherheiten sich einschleichen. Ich fand es spannend, wie Menke das Dorfleben, die Schule und später die Stadt beschreibt – nie laut, aber immer präsent. Die Figuren handeln oft widersprüchlich, verletzen einander unbeabsichtigt, und gerade das macht sie echt. Für mich ist das Buch weniger Drama als genaue Beobachtung. Es zeigt, wie Menschen aneinander festhalten, loslassen oder hintergehen, und wie das in kleinen Momenten passiert, die man erst im Rückblick erkennt.Es regt zum nachdenken an,auch über das eigene Verhalten.