Nichts für mich

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gisel Avatar

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Drei Freundinnen zwischen Dorfjugend und Großstadtanonymität: Sophie und Lotte kennen sich seit Kindertagen. Erst in der Oberstufe stößt Romy hinzu, sie ist aus München frisch hierher gezogen. Obwohl sie alle drei zu Freundinnen werden, ist diese Freundschaft von Anfang an recht labil. So auch, als es nach dem Schulabschluss darum geht, wie diese Freundschaft in der Großstadt weitergehen kann.

Man spürt es von der ersten Seite an, dass zwischen den drei jungen Frauen etwas steht, was auf keinen Fall gesagt werden darf. Was es aber ist, erfährt der Leser erst auf den allerletzten Seiten. Bis dahin habe ich mich mit diesen drei Frauen herumgeplagt: Sie wollten sich so gar nicht mir gegenüber öffnen, ich habe keinen Draht zu ihnen gefunden. Zudem wird nicht chronologisch erzählt, und des öfteren war ich deshalb am Rätseln, an welchem Zeitpunkt der Geschichte sich die Frauen gerade befinden. Immer wieder hatte ich das Gefühl, viel zu nahe an den Frauen dran zu sein, ein Schritt zurück würde mehr Klarheit bringen. Mehrfach habe ich mir überlegt, sie doch einfach ihrem Geheimnis und ihren Problemen zu belassen und das Buch endgültig aus der Hand zu legen. Nach den letzten Worten der Geschichte kann ich nun sagen: Wirklich gelohnt hat sich die Lektüre nicht.

Dieser Roman hat mein Interesse aufs Schärfste strapaziert. Ich kann das Buch nur bedingt weiter empfehlen und vergebe 3 von 5 Sternen.