Potential nicht ausgeschöpft

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honeymilky Avatar

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Im Roman "Spielverderberin" geht es um eine Freundschaft zwischen 3 jungen Frauen, deren Dynamik sich durch verschiedene Umstände verändert.
Ich habe mich sehr aufs Lesen dieses Buches gefreut, wurde aber eher enttäuscht.
An sich ist es gut zu lesen, aber in den Kapiteln gab es immer wieder Zeitsprünge, die nicht gut erkennbar waren und mich beim Lesen verwirrt haben.
Handlungsstränge und Konflikte wurden oft nur angerissen, dann aber nicht weiter ausgeführt oder aufgelöst. Manchen Gedankensprüngen konnte ich kaum folgen. Auch das Ende hat für mich einige Fragen offen gelassen.
Die Grundstimmung empfand ich als permanent melancholisch und bedrückend, als ob die Protagonistinnen nur Probleme und Unsicherheit und nur auch mal Freude und Leichtigkeit in Ihrem Leben haben. Ich empfand die Charaktere als langweilig und unsympathisch. Ich konnte ihre Gedanken und Handlungen nicht nachvollziehen, sie wirkten so empathielos. Zwischenzeitlich war mir nicht ganz klar, ob es sich "nur" um eine Freundschaft oder auch um "mehr" handelt.
Ich bin emotional nicht wirklich warm geworden mit dieser Geschichte, sie blieb mir zu oberflächlich.